1. Die Stadt

Zurück aus der Zukunft

Zurück aus der Zukunft

Schon einmal darüber nachgedacht, welche Schlagzeilen Sie in den nächsten 40 Jahren an dieser Stelle lesen könnten? Wir sind in die Zukunft gereist und haben ein paar davon eingesammelt.

Dieselverbot kommt spätestens 2020
Jetzt ist es amtlich. Aufgrund neuester Gesundheitsstudien hat die Regierung ein komplettes Dieselverbot für Innenstädte beschlossen, das bis 2020 überall umgesetzt sein soll. Zum Ausgleich von Verlusten beschließt die Bundesregierung steuerliche Sonderabschreibungsmöglichkeiten. Was heißt das für Betroffene?

Critical Mass erreicht Rat und Verwaltung
Die Critical Mass Fahrradbewegung ist, seit ihrem Start mit 25 Teilnehmern in 2017, auf 270 Teilnehmer angewachsen. Als Konsequenz daraus diskutieren Verwaltung und Rat ein neues Radwegekonzept für Erkrath, das Radfahrer grundsätzlich dem motorisierten Individualverkehr gegenüber bevorzugt.

Christoph Schultz als St. Martin
SPD wirft ihm vor, Wahlkampf für die nächste Bürgermeisterwahl zu betreiben. Schultz, selbst Familienvater, dementiert empört.

Türke will neuer Bürgermeister werden
Fünf Kandidaten bewerben sich um das Amt des Bürgermeisters. Einer davon mit türkischen Wurzeln. Der 62-jährige ist ein Bespiel guter Integration und möchte zeigen, dass auch Muslime das Gemeinwohl und die Wirtschaft einer Stadt nach vorn bringen können.

Stadtverwaltung setzt auf E-Scooter
Auch die Fahrzeuge der Stadtverwaltung sind vom Dieselverbot nicht ausgenommen. Bereits 2018 hat die Stadt Erkrath deshalb E-Scooter der Post geordert, die vergangene Woche geliefert wurde. Ab sofort fährt die Stadt umweltfreundlich.

Giganetz lockt Unternehmen
Inzwischen ist Erkrath in den Gewerbegebieten und Teilen der Stadt gut mit Glasfaser versorgt. Das zahlt sich aus. Neue, umsatzstarke Unternehmen haben sich angesiedelt und spülen Gewerbesteuer in die Stadtkasse.

Neuer Vertriebspartner von Sono Motors
Der 'Sion‘ ist der neue Verkaufsschlager unter den Automobilen in Erkrath. Das mit Solarpanelen ausgestattete Auto des Unternehmens Sono Motors, das vom Start up inzwischen zum gefragten Elektrofahrzeughersteller gewachsen ist, fährt in Monaten mit vielen sonnigen Tagen vollkommen autark. In Schlechtwetterphasen tanken die Besitzer übers Stromnetz nach.

Und jährlich kommt die Flut
Längst sprechen wir bei Starkregenereignissen nicht mehr vom 'Jahrhundert-Unwetter'. Jedes Jahr sind Bereiche der Innenstadt überflutet. Das hat massive Schäden zur Folge. Die Stadtverwaltung hat nun nach einer Ratsentscheidung ein Gutachten in Auftrag gegeben, dass Aufschluss darüber geben soll, welche baulichen Maßnahmen die Stadt besser schützen können.

KunsTHaus Erkrath erbt 3 Millionen Euro
Was für eine Überraschung. In der letzten Woche erhielt der Förderkreis Kunst und Kulturraum Erkrath e.V. Post vom Notar. Eine Kunstfreundin, die keine Nachkommen hinterlässt, hat ihr Vermögen dem KunsTHaus vermacht. "Wir sind unendlich dankbar dafür, dass es noch Menschen gibt, die mit ihrem Nachlass Kunst und Kultur fördern.", sagt Wolfgang Sendermann sichtlich berührt.

Amphicar ist wieder da
In den 60er Jahren war es eine verrückte Idee, die offensichtlich ihrer Zeit voraus war: Das schwimmende Auto. Angesichts immer häufiger auftretender Überflutungen hat VW nun einen straßentauglichen Nachfolger entwickelt und ein Erkrather hat eines der ersten Modelle erworben.

Stadtweiher wird zur Gefahr
Jedes Jahr im Frühjahr und Frühsommer kämpft Erkrath mit den Folgen der wiederkehrenden Starkregenereignisse. Dabei steigt immer öfter auch der Stadtweiher aus 'seinem Bett‘ und sorgt für Überschwemmungen. Gutachter suchen nach einer Lösung diese Gefahr künftig zu entschärfen.

Neue Hausbesetzerszene wächst heran
Die Älteren unter uns erinnern sich noch an Zeiten, in denen Hausbesetzungen zum Alltag gehörten, aber gerade bildet sich unter den jungen Menschen in Hochdahl eine ganz neue Hausbesetzerszene. Sie sind es leid, dass kein Versuch, den Sandheider Markt zu einem Zentrum zu machen, funktioniert und sie haben eigene Pläne. Eine Genossenschaft soll der Sandheide neuen Aufschwung und neue Arbeitsplätze verschaffen. Sogar eine Regio-Währung namens 'Sandheider‘, die die Wirtschaft vor Ort stärken soll, ist in Vorbereitung.

Hochdahler Hof wird rekonstruiert
Mit den Entstehungsplänen und dem Bau der 'neuen Stadt Hochdahl‘ wurden viele alte Höfe abgerissen. Darunter auch der Hof, der Hochdahl seinen Namen gab. Nachdem die Eigentümer des Geländes den Verkauf ankündigten, hat die Stadt Erkrath sich eingeschaltet und das Grundstück erworben. Mit Hilfe von Historikern und Archäologen soll der Hof möglichst getreu des damaligen Hochdahler Hofs wieder aufgebaut und als Museum mit Ausflugslokal betrieben werden. Die Idee entstand aufgrund der gestiegenen Tourismuszahlen im Kreis Mettmann. Erkrath möchte sein Tourismuspotential damit erweitern und Besucher des Neanderthal-Museums auch nach Hochdahl locken.

Unglaublicher Fund aus der Römerzeit
Wie die Strata Coloniensis einst verlief, ist den Historikern weitestgehend bekannt. Bei einem Aushub für ein neues notwendiges Regenrückhaltebecken nahe Gut Ten Ofen legten Bauarbeiter nun eine alte Römersiedlung frei. Die Bauarbeiten mussten unterbrochen werden und das Feld gehört nun erst einmal den Archäologen. Offensichtlich verbirgt sich dort unter der Erde eine ganze Römersiedlung. Es wurden bereits Goldmünzen und neben Tonscherben sogar komplett erhaltene Tonkrüge freigelegt.