Erkrather Grünen kämpfen für ÖPNV-Nutzer: Großer Ärger über S-Bahnchaos

Erkrather Grünen kämpfen für ÖPNV-Nutzer : Großer Ärger über S-Bahnchaos

Nachdem sich die Ausfälle, Verspätungen und der Einsatz von unzureichenden Kurzzügen auf der S8 und S68 nun schon über Monate häufen, fordern die Erkrather Grünen eine Überprüfung der Kündigungsmöglichkeiten der zwischen VRR und DB Regio abgeschlossenen Verträge.

Auch bezüglich einer Entschädigung für die betroffenen Inhaber einer Zeitkarte unternehmen sieeinen neuen Anlauf. Diese Forderung der Grünen war im Februar von CDU und FDP bei Enthaltung von SPD und BmU im städtischen Verkehrsausschuss (PLUV) abgelehnt worden.Nach Kenntnis der Grünen läuft der Vertrag über den Betrieb der S-Bahnstrecken zwischen dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und der DB Regio bis 2028. Nach Auffassung von Peter Knitsch, Sprecher der Erkrather Grünen, muss überprüft werden, ob dieser angesichts der inzwischen lange anhaltenden und massiven Schlechtleistungen der DB vorzeitig beendet und dann neu ausgeschrieben werden kann. Dann hätten auch andere Verkehrsunternehmen die Chance, sich um den Auftrag zu bewerben.

Peter Knitsch: „Kurzzeitige Probleme kann es immer geben. Nicht hinnehmbar ist aber, dass der S-Bahnbetrieb auf dem Rücken der Pendler über Monate und Jahre immer wieder nicht ordentlich funktioniert und sich Fahrgäste gezwungen sehen, wieder auf das Auto umzusteigen. Dies widerspricht auch allen Bemühungen um mehr Klimaschutz in unserer Stadt“.Hinzu komme, dass für absolut mangelhafte Leistungen auch noch der volle Preis gezahlt werden muss und dieser Anfang 2020 sogar noch erhöht werden soll. Peter Knitsch: „Bei schlechter Leistung müssen die Fahrtgäste zumindest eine finanzielle Entschädigung erhalten und auch die aus Steuermitteln finanzierten städtischen Leistungen müssen gemindert werden“.Nach Auffassung der Grünen wird nur so der Druck auf Bahn und VRR erhöht, endlich einen pünktlichen und zuverlässigen Betrieb der S-Bahnen zu gewährleisten. Der Antrag der Grünen wird in der nächsten Sitzung des PLUV am 12. November behandelt.

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