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Vorstellung des Unterbacher Prinzenpaares

Vorstellung des Unterbacher Prinzen- und Kinderprinzenpaares : Großes I-A im Eselsland und Unterbach zeigt sich weltoffen

Am Freitag, den 20. Oktober wurden das Unterbacher Prinzenpaar Prinz Johannes II. und Prinzgemahl Dieter und das Kinderprinzenpaar Prinzessin Elisa I. und Prinz Matthias I. offiziell im Feldmannsaal vorgestellt.

Viele Gäste waren auf Einladung erschienen und zahlreiche Mitglieder der Karnevalsfamilie warteten gespannt darauf ihre Prinzenpaare das erste Mal in Action zu erleben.

Um 20.30 Uhr eröffnete Phillip Simon, Vorsitzender des Karnevalsauschusses, das Programm und begrüßte alle Anwesenden herzlich. Er erwähnte unter anderem, dass der traditionelle Umzugsbutton in diesem Jahr ein „völlig neues Outfit bekomme“. Wie bereits in den vergangenen Jahren soll der Verkauf die Kosten für den Karnevalsumzug durch Unterbach abfedern. Danach übergab Phillip Simon an Johannes Bremkens, den Leiter der Jugendabteilung. Er stellte das Kinderprinzenpaar vor.

Das Unterbacher Prinzenpaar Prinz Johannes II. (re.) und Prinzgemahl Dieter.
Das Unterbacher Prinzenpaar Prinz Johannes II. (re.) und Prinzgemahl Dieter. Foto: Niklas Gründker

Die beiden verließen bereits nach einer kurzen Begrüßung wieder die Bühne und der Raum wurde abgedunkelt. Die Vorstellung des Kinderprinzenpaares begann mit einem musikalisch unterlegten Video. Die Gäste im Saal reagierten mit tosendem Applaus und Johannes Bremkens prophezeite: „Wir werden viel Spaß mit euch haben!“.

Sodann betrat das designierte Kinderprinzenpaar wieder die Bühne und stellte sich in Reimform vor. Der Prinz begann und übergab mit einem Reim an seine Prinzessin: „Ihr kennt mich nun, das gleiche wird meine Prinzessin tun“. Als auch Elisa sich vorgestellt und klargestellt hatte, dass sie in dieser Session das Sagen habe als einzige Prinzessin im Unterbacher Karneval schlossen die beiden dann noch mit einem Knaller ab: sie sangen eine eigens produzierte Version des Karnevalsliedes „För Dich“ von Fiasko. „Für euch“ sangen die beiden mutig vor einem vollen Saal und feuerten zum Schluss gemeinsam eine Konfettikanone mit Herzchenkonfetti ab.

Nach einer Pause mit „rheinischem Buffet“ ging es dann mit der Vorstellung des großen Prinzenpaares weiter. Erstmalig in der Geschichte des Karnevalsauschusses Unterbach gibt es in dieser Session ein gleichgeschlechtliches Prinzenpaar. „Im Dorf der unbegrenzten Möglichkeiten“, stellte Prinzgemahl Dieter Müller zu Beginn seiner Rede fest. Doch zuerst hatte sein Prinz das Wort. Auf der Bühne stand erneut Johannes Bremkens. Diesmal hatte er sich jedoch ein Sakko übergeworfen und begrüßte als designierter Prinz die Gäste: „Wir freuen uns riesig“, begann der Florist aus Unterbach. Er selbst war schon einmal vor zehn Jahren in der Session 2013/2014 Prinz im Eselsland, damals mit Prinzessin Sandra Lieverscheidt an seiner Seite. „Das nennt man wohl Recycling – und Upcycling, schließlich stehe ich in einer neuen Konstellation hier“, scherzt Johannes II. Dann erzählte er die Geschichte, wie er seinen Mann in einer eisigen Silvesternacht kennengelernt hatte. „Das Wetter war schlecht und an nach Hause kommen war nicht zu denken. Doch nicht wegen des Wetters. Ich hatte jemanden kennengelernt. Jemanden, der das Eis um mich herum schmelzen lies.“, erzählte er die rührende Geschichte und die Gäste staunten bewegt.

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Dieter Müller stellte direkt zu Beginn klar, dass er noch eine Menge zu sagen habe: „80 Jahre, das dauert“. Immer wieder konnte er über sich selber lachen und verbreitete so im Saal eine tolle Stimmung. Auch der Prinzgemahl stellte sich den Gästen vor, erzählte von den unterschiedlichen Lebensabschnitten und davon, wie er seinen Mann kennenlernte.

Im Anschluss an die Rede gab es tosenden Applaus. Der Jubel hörte gar nicht mehr auf und der Zuspruch für die beiden zeigte sich noch einmal ganz deutlich. In ihrer Session hoffen die beiden, dass ihr weltoffenes Dorf noch weltoffener wird. „Nach einem Jahr ohne Prinzenpaar wollen wir die Säle wieder rocken!“

Der Vorsitzende Phillip Simon verabschiedet die beiden dann noch einmal gebührend mit einer Rakete und stellt fest: „das wird eine bombige Session!“

(Niklas Gründker)