Nachruf Abschied von einem Mann mit Herz und Stil

Unterbach · Nach langer Krankheit ist unser Ehrenpräsident Dr. Lothar Bartsch am Freitag, den 28. April, im Kreise seiner Familie von uns gegangen. Über Jahrzehnte war er eine feste Größe nicht nur im Unterbacher Karneval.

Dr. Lothar Bartsch ist verstorben.

Dr. Lothar Bartsch ist verstorben.

Foto: Karnevalsausschuss Unterbach e.V.

. Dem Karnevalsausschuss Unterbach beigetreten ist Dr. Lothar Bartsch im Jahr 1975. Von 1982 bis 1987 war er Vizepräsident unter Willi Sander, dessen Nachfolge als Präsident er 1988 antrat. Ebenfalls war Lothar bis zu seinem Tod Präsident der Prinzenwache „Rösige Penn“ und gehörte damit zur festen Begleitung unzähliger Unterbacher Prinzenpaare.

Nach 25 Jahre verließ er den Vorstand um die Arbeit in jüngere Hände zugeben. Fortan konnte er die Veranstaltungen mit seiner Frau Karin im Publikum genießen. Beratend hat der den nachfolgenden Vorständen immer zur Seite gestanden und sein Wort wurde gerne gehört. Sprach doch der geballte Karnevalssachverstand aus ihm. Für seine Verdienste wurde er vom Karnevalsausschuss Unterbach zum Ehrenpräsidenten ernannt. Unvergessen sind der Karnevalsfamilie seine Einlagen bei diversen Veranstaltungen zu fortgeschrittener Stunde, wo er stimmungsvolle karnevalistische Lieder mit der Quetsch begleitete. Viele Jahre war Dr. Lothar Bartsch aber auch Teil der Prinzengarde Köln 1906 e.V. Was so ein richtiger Karnevalist ist, für den spielt die Altbier-Kölsch-Grenze keine Rolle. Wichtig war ihm immer der niveauvolle Karneval. Und so führte er stets mit Stil als Conférencier durch so manchen karnevalistischen Abend.

Und nicht zuletzt war er über Jahrzehnte als niedergelassener Arzt in Unterbach tätig. Durchaus praktisch, einen Arzt zur Hand zu haben, wenn ein Tanzmariechen sich beim Auftritt den Fuß verknackste oder bei manchem der Kreislauf schon mal schlapp machte. Lothar war für seine Karnevalsfamilie stets im Dienst.

Und so nehmen wir Abschied von Dr. Lothar Bartsch, dessen Tod eine große Lücke reißt, die wohl nicht so bald geschlossen werden kann.

Da trifft die dritte Strophe des Unterbacher Heimatliedes den Kern: „Und tret´ ich an die Reise, wie könnt´ es anders sein? Ich werde auch im Himmel bei Unterbachern sein.“ Wir verabschieden dich mit einem leisen iA!

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