So arbeitet die Begegnungsstätte „Hand in Hand“ während der Pandemie Trotz Corona genug zu tun

Hochdahl · Die Ehrenamtlichen des Freundeskreis für Flüchtlinge haben, trotz Corona und Lockdown, keine Langeweile. Arbeit und Anfragen aus der Bürgerschaft sind ausreichend da und so nimmt die Überlegung, eine Teilzeitkraft anzustellen, immer konkretere Formen an.

Foto: John Hain/Pixabay

Die Beratungen in der Begegnungsstätte „Hand in Hand“ am Europaplatz laufen sehr gut. Vieles natürlich, bedingt durch die Pandemie, virtuell über Videokonferenzen, Mailing, WhatsApp oder Telefon. „Manches muss man allerdings auch persönlich klären, aber auch das können wir, dank coronakonformer Ausstattung, in unserern Räumlichkeiten anbieten“, so Dieter Thelen vom Freundeskreis für Flüchtlinge. Schon lange nicht mehr, ist die Begegnungsstätte eine reine Flüchtlingsberatung. Es kommen beispielsweise auch Menschen, die Hilfe bei der Job- und Wohnungssuche brauchen oder ein Online-Bewerbungstraining durchführen möchten.

„Es hat sich herum gesprochen, dass wir immer versuchen zu helfen und darin in der Regel auch erfolgreich sind.“ Der Freundeskreis profitiert von einem sehr gut ausgebauten Netzwerk zu anderen Institutionen und so können die ehrenamtlichen meist schnell und unkompliziert in vielen Angelegenheiten weiterhelfen. Ein kleiner Eisbrecher ist seit neustem ein Geschenketisch vor dem Eingang von „Hand in Hand“. „Angefangen hat alles mit Gegenständen aus unserer Begegnungsstätte, die wir gerne an die Bürger verschenken wollten. Das sprach sich schnell rum und so ist der Tisch nun stets gut gefüllt mit Spielen, Geschirr oder kleinen Elektrogeräten, die auf der Suche nach einem neuen Besitzer sind.“

Ein positiver Nebeneffekt: Man kommt so schnell mit den Passanten ins Gespräch. So wie beispielsweise mit einer älteren Damen, die fast jeden Tag bei der Begegnungsstätte  auf eine Tasse Kaffee vorbeischaut, einen kleinen Plausch hält und dann wieder ihrer Wege geht. „Alle aus unserem Team haben riesigen Spaß an unserer Arbeit, aber - und das müssen wir uns nun auch eingestehen - stoßen wir allmählich an unsere Grenzen“, so Thelen. Deshalb soll nun eine hauptamtliche Teilzeitkraft gesucht werden, finanziert über Spendengelder. Eine Stellenbeschreibung wird der Freundeskreis für Flüchtlinge dazu in Kürze ausschreiben.  Voraussetzung für die Anstellung einer Teilzeitkraft ist ein Beschluss der Mitgliederversammlung, die für März geplant ist. „Wichtig ist uns, dass die Bewerber keine Scheu haben, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und offen für andere Kulturen sind.  Verständnis und Einfühlungsvermögen für Menschen, die sich in unterschiedlichen Situationen befinden, ist ebenfalls wichtig.

Mehr Infos über die Arbeit des Freundeskreis für Flüchtlinge und die Begegnungsstätte „Hand in Hand“ gibt es online auf www.freundeskreis-fluechtlinge-erkrath.de.

(nic)
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