Unfall mit Smart am Kirchberg - zieht die Stadt nun Konsequenzen daraus?: Raser auf Spielstraßen müssen gestoppt werden

Unfall mit Smart am Kirchberg - zieht die Stadt nun Konsequenzen daraus? : Raser auf Spielstraßen müssen gestoppt werden

Zum Glück ist kein Mensch zu Schaden gekommen, als der Smart Mitte Juni am Kirchberg in den Vorgarten raste (wir berichteten). Ein jugendlicher Fahranfänger hatte seine „Fahrkünste“ maßlos überschätzt und das Gaspedal überstrapaziert.

Am Kirchberg gilt Schrittgeschwindigkeit - also 4 bis 7 km/h. „Der Smart hatte aber mit Sicherheit 50 km/h auf dem Tacho, als er die Spielstraße immer wieder hoch und runter raste“, so Christian Ritt, Anwohner und Mitglied der BmU. Bereits in den 90er Jahren kam der Kirchberg in die Schlagzeilen, weil er von manchen Zeitgenossen zur Rennstrecke umfunktioniert wurde.

Eine Begehung in jüngster Zeit mit Bürgermeister Christoph Schultz bescherte der Spielstraße immerhin drei massive Pflanzkübel, um unbelehrbare Autofahrer zu bremsen. Bisher leider mit mäßigem Erfolg. Die Situation am Kirchberg lässt sich auf fast jede verkehrsberuhigte Straße in Erkrath übertragen. Christian Ritt hat deshalb einen Antrag für den nächsten PLUV im September gestellt. Dort bittet er unter anderem die Stadtverwaltung um die Einrichtung so genannter Schwellen auf der Fahrbahn zu prüfen.

„Diese könnten auf den Asphalt geschraubt werden und sind weniger kostenintensiv, als eine Aufpflasterung“, so Ritt. Auch eine Geschwindigkeits-Messtafel würde in Ritts Augen Sinn machen. „Die in der Tafel gespeicherten Messdaten würden dokumentiert und dem Ausschuss vorgelegt.“ Somit hätte man handfeste Beweise, dass gerast wird. Ritt und seine Mitstreiter hoffen, dass die Stadtverwaltung tätig wird und entsprechende Maßnahmen ergreift, damit am Ende nicht doch noch ein Mensch zu Schaden kommt.

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(nic)