Quartiersmanagerin bezieht Cube

Quartiersmanagerin bezieht Cube

Das Förderprogramm "Soziale Stadt" nimmt immer weitere Formen an. Vor wenigen Tagen veranstaltete der Fachbereich Stadtplanung, Umwelt und Vermessung der Stadt Erkrath einen Informationsabend im Bürgerhaus Hochdahl, um über künftige Pläne und Maßnahmen zu referieren.

(tb) Jana Fricke, beauftragt für das Thema Soziale Stadt, erinnerte eingangs an den Werdegang des Programmes. Dieses wurde im Dezember 2016 vom Rat beschlossen. Im Vorjahr konnte das integrierte Handlungskonzept mit den vier Handlungsfeldern (Wohnen, öffentlicher Raum, Soziales und Prozessgestaltung) in das Förderprogramm aufgenommen werden. Eine Förderquote von bis zu 60 Prozent könnte bei den Maßnahmen, die bis 2026 realisiert werden sollen, erzielt werden. Ein Großteil der angedachten Projekte lässt sich unter dem Begriff "Soziale Stadt Sandheide" zusammenfassen. Integriert ist sowohl der Bereich um das Bürgerhaus Hochdahl, welches im Norden angesiedelt ist, als auch der Stadtweiher, das großflächige Umfeld um den Mahnerter Bach, die Schildsheider Straße, der Eichendorffweg sowie weitere angrenzende Teilbereiche. Mit dem Forum Sandheide wird ein Standort außerhalb der angedachten Fläche realisiert. Dieses lässt sich zukünftig auf der Hildener Straße 28 finden und soll als soziales Dienstleistungszentrum dienen. Mit den bewilligten Fördermitteln kauft die Stadt Gebäude und Grundstück, welches im Anschluss vom Sozialdienst katholischer Männer und Frauen Erkrath (SKFM), der Erkrather Tafel, der Werkstatt Erkrath und dem TSV Hochdahl 64 gemeinsam genutzt werden soll.

Als weitere Neuerung konnte Jana Fricke die neuen Quartiersmanagerinnen Saskia Goebel und Anne Kraft vom Büro "Stadt und Handel" aus Dortmund vorstellen. Als Bindeglied zwischen Vereinen, Bürgerschaft und Verwaltung koordiniert ab August primär Saskia Goebel die Geschicke von der Jugendeinrichtung Cube am Sandheider Markt aus. Die Quartiersmanagerin wird zudem dafür zuständig sein, Privatpersonen und Vereinen in Bezug auf den Verfügungsfond mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die bis 2021 anberaumten 70.000 Euro Fördergelder stehen für Projekte aus der Bürgerschaft zur Verfügung.

"Diese können beispielsweise in Form einen Stadtfestes, aber auch für künstlerische Gestaltungen oder anderen Ideen, die der Sandheide zu Gute kommen, genutzt werden", verrät Fricke, die zudem weiß, dass nach Ablauf der Frist jährlich weitere 20.000 Euro beantragt werden können. Welche Projekte schlussendlich realisiert werden, beschließt ein unabhängiger Stadtteilbeirat. Welche Personen in diesem Gremium sitzen, steht bis dato noch nicht fest.

"Wir müssen erst definieren, wie der Rat künftig agiert und wie viele Personen den Rat ausmachen", wissen die neuen Quartiersmanagerinnen. Der Stadtteilbeirat soll sich bestenfalls nach der Sommerpause gründen und seine erste Sitzung vor den Herbstferien angehen. Vorschläge für Ratsmitgliedschaften nahm Saskia Goebel bereits während der Veranstaltung entgegen. So könnte sich auch Peter Urban vom neu gegründeten Verein "Sandheide 4U" vorstellen, ein Teil des neuen Gremiums zu werden. "Ich habe viele Ideen, wie man die Sandheide optisch verschönern kann", verrät der Vorsitzende. Anträge zu dem Verfügungsfond werden mit Arbeitsaufnahme des neuen Quartiersmanagement online auf der Seite der Stadt zu finden sein.

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