Aufreger der Woche: Blinde Zerstörungswut an der Düssel

Aufreger der Woche : Blinde Zerstörungswut an der Düssel

Es stimmt einen schon sehr nachdenklich, wenn man in diesen Tagen den Skulpturenpfad entlang der Düssel begeht: An vielen der dort installierten Kunstwerke hat der Vandalismus zugeschlagen

Man merkt Ralf Buchholz die Enttäuschung an. Mit viel ehrenamtlichem Engagement haben er und seine Künstlerkollegen aus Erkrath und der Region die acht Skulpturen erschaffen, die den Weg säumen. Doch an fast jeder Installation haben sich Vandalen ausgetobt. „Bereits zum dritten Mal wurde ein einer Skulptur die einbetonierte Beschilderung herausgerissen. „Bereits drei Mal haben wir von der Neanderart-Group auf eigene Kosten das Schild wieder neu einbetoniert“, so Buchholz. Andere Kunstwerke wurden beschmiert oder zerkratzt. „Vor zwei Wochen habe ich Anzeige bei der Polizei erstattet. Gespräche mit dem Bürgermeister haben auch bereits stattgefunden. Wir hoffen, das Problem in den Griff zu bekommen.“ Eine neunte Installation ist derzeit in Arbeit. Danach ruht das Projekt „Skulpturenpfad“ erstmal.

„Einige Künstler sind mir aufgrund des Vandalismus’ verständlicherweise abgesprungen und unsere finanziellen Mittel zur Wiederinstandsetzung der Kunstwerke sind erschöpft.“ Auf Nachfrage bei der Stadt zur Problematik, sprechen wir mit Thomas Laxa (Pressesprecher): „Das Problem ist uns bekannt und wir werden in Kooperation mit der Polizei und dem Ordnungsamt den Skulpturenpfad verschärft im Auge behalten und vermehrt Kontrollen durchführen“. Ob das die Vandalen von ihrer blinden Zerstörungswut abhalten wird, ist fragwürdig, aber der momentan einzige mögliche Weg, um das Problem zu bekämpfen.

(nic)
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