1. Die Stadt

„Wir geben nicht auf!"

„Wir geben nicht auf!"

Seit elf Jahren kämpfen die Gegner der CO-Pipeline bereits gegen die Inbetriebnahme des Rohrsystems. In Erkrath stehen Bürger, Politik und Verwaltung geschlossen gegen das Vorhaben. Mit einem neuen Schild am Mahnmal an der Max-Planck-Straße/Ecke Maiblümchen soll nochmals gegen die Pläne geworben werden.

(tb) Wolfgang Cüppers, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Erkrath und Kämpfer an vorderster Front freute sich sehr, das neue Schild gemeinsam mit Bürgermeister Christoph Schultz aufzustellen. "Es war uns ein großes Anliegen, das alte und mit der Zeit verblichene Schild gegen ein neues auszutauschen und somit unsere Meinung nochmals zu bekräftigen", so Cüppers. Auch Schultz sieht in dem neuen Protest-Schild eine weitere Bekräftigung im Kampf gegen die Rohrleitung. "Es kann nicht sein, dass wirtschaftliches Interesse auf dem Rücken der Bürgerinnen und Bürger ausgetragen wird. Zahlreiche Sicherheitsbestimmungen wurden nicht eingehalten und wir werden auch weiterhin gegen die Inbetriebnahme angehen."

Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der IG Erkrath hatte Cüppers in der vergangenen Woche die zahlreichen Mahnkreuze neu gestrichen und das Thema bei seinen Mitstreitern nochmals aufgerollt. "In den vergangenen Jahren wurden unsachgemäße Arbeiten an den Rohrsystemen aufgedeckt. Teilweise haben die zuständigen Unternehmen falsche Materialien verwendet und wichtige Sicherheitsabstände zu bestehenden Gebäuden nicht eingehalten."

Bereits im Februar 2007 bekam die Bayer Material Science AG (BMS) von Seiten der Bezirksregierung Düsseldorf den Planfeststellungsbeschluss für den Bau und die anschließende Inbetriebnahme des giftigen Transportes von gasförmigen Kohlenmonoxid (CO). Der Verlauf, der von Köln- Worringen bis Krefeld-Uerding geplant ist, passiert an unterschiedlichen Stellen auch Erkrather Boden.

"In Erkrath haben wir 2007 die bisher größte Straßendemo in der Geschichte der Stadt ins Leben gerufen und werden auch weiterhin gegen die CO- Pipeline auf die Straßen gehen", ist sich Wolfgang Cüppers sicher. Aktuell liegt der Fall, der zahlreiche Klagen und Widersprüche aus unterschiedlichen Städten vorweist, beim Oberverwaltungsgericht in Münster.