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20 Jahre „Erkrath blüht“: Sie machen Erkrath so schön bunt

20 Jahre „Erkrath blüht“ : Sie machen Erkrath so schön bunt

Vor 20 Jahren gründete sich der Förderverein „Erkrath blüht“. In diesen zwei Jahrzehnten haben die Mitglieder viel Farbe in Erkraths Stadtteile gebracht.Erkrath.

Die erste Amtshandlung des Vereins: Die Bepflanzung der Baumscheiben auf dem Bavierplatz, in der Bahnstraße, an der Kreuzstraße, der Max-Planck-Straße und der Gruitener Straße. Zahlreiche Narzissen wurden damals gesetzt. „Auch ein umweltkritisches Kunstprojekt entstand“, so Inge Berkenbusch, Vorstandsvorsitzende. Schüler des Gymnasiums „Am Neandertal LK13“ schufen unter Anleitung ihres Kunstlehrers Griesmann die Skulptur „Auto am Baum“, die am Millrather Bahnhof zu finden ist. Das waren die Anfänge und alles nur möglich - damals wie heute - durch ehrenamtliches Engagement und Spenden. Ein Teil des Bavierparks wurde 18 Jahre lang in ein blühendes Paradies verwandelt und mit tausenden Frühblühern, Sommer- und Herbstblumen bepflanzt. Die Arbeit hier endete allerdings mit der Umgestaltung des Parks. „Das größte Projekt ist der Bau des Initiativhauses der Vereine am Bouleplatz“, so Berkenbusch. Das vom Land NRW mit damals noch 50.000 Mark geförderte Haus hat insgesamt über 150.000 Mark gekostet, dass mittels Spenden finanziert wurde. Das zweitgrößte Projekt war die Anpflanzung einer rund 100 Meter langen Rosenhecke an der Düsseldorfer Straße.

„Unsere Vereinsmitglieder sind im gesamten Stadtgebiet tätig - auch welche Weise auch immer - und sie haben mitgeholfen, unsere Projekte zu verwirklichen.“ Im vergangenen Jahr sind in diesem Rahmen aufzuzählen: - Die Gestaltung des Eingangsbereiches des Morper Parks und die Aufstellung eines großen Vogelhäuschens- die Aufstellung von 15 Insektenhotels in der gesamten Stadt- das Einpflanzen von 1500 Narzissen-Zwiebeln im Stadtgebiet- die Pflege vieler Beete, der langen Rosenhecke und des Rosenrondells- die Beteiligung mit 600 Euro an einem Filmprojekt für das Planetarium. Leider gibt es auch nicht so gute Nachrichten zu verkünden.

„Unsere Wildblumenwiese am Millrather Bahnhof wurde im vergangenen Jahr kurz vor der Blüte von einer durch das Grünflächenamt beauftragten Firme drei Mal abgemäht. Das Grünflächenamt hat in diesem Frühjahr dann als Entschädigung die Fläche neu eingesät.“ An der Parkstraße/Ecke Düsseldorfer Straße wurden zehn Rosenstöcke abgemäht. „Ein Verursacher wurde nie gefunden. Die Erkrather Stadtwerke haben die Neuanpflanzung übernommen, weil zuvor bereits einmal Rosenstöcke einer Leitungsreparatur zum Opfer gefallen waren.“ Außerdem wurden auf dem großen Beet in Alt-Erkrath in Höhe des Krömer Parks/Düsseldorfer Straße Rosen über eine Länge von 20 Metern durch eine alkoholisierte Pkw-Fahrerin abrasiert. Zum Glück haben die Blumen neue Triebe gebildet und erholen sich nun langsam. Für die Zukunft hat sich „Erkrath blüht“ auf die Fahnen geschrieben, den Verein sukzessive zu verjüngen. „Wir planen Baumpflanzungen mit der Erkrather ’Fridays for Future-Bewegung’ und der Verein ’Du-

Ich-Wir’ wird mit uns Krokusse in der oberen Willbeck pflanzen.“ Das Gartencenter Wächter hat kürzlich 500 Blumenzwiebeln gespendet, die ebenfalls in naher Zukunft in die Erde gepflanzt werden. „Unser größter Ansporn ist die immer wieder von Bürgern geäußerte Dankbarkeit, verbunden mit viel Lob“, so Inge Berkenbusch abschließend. Weitere InfosAm 24. März 1999 fand die Gründungsversammlung des Fördervereins „Erkrath blüht“ im Sitzungssaal des Kaiserhofes statt. Seit dieser Zeit beläuft sich die Mitgliederzahl des Vereins im Durchschnitt auf 50 Personen. Mit Hilfe der Mitgliedsbeiträge und Spenden wurde eine Summe von mehr als 40000 für gemeinnützige Zwecke ausgegeben.

(nic)