ZONTA-Preis für Erkrather Schülerin: Frauen-Power am GymNeander

ZONTA-Preis für Erkrather Schülerin : Frauen-Power am GymNeander

Antonia von Schroeter ist bereits die dritte Schülerin des Gymnasiums am Neandertal, die mit dem „Young Woman in Public Affairs-Award“ von Zonta International ausgezeichnet wurde.

Seit zwölf Jahren zeichnet das YWPA Komitee des Zonta Club Düsseldorf II, zu dem auch Beeke Wintjen gehört, junge Frauen im Alter von 16 bis 19 Jahren für überdurchschnittliches Engagement in Schule, Vereinen oder Organisationen aus. Diese engagierten jungen Damen zu finden, gelingt nur mit Hilfe der Schulen und so schreibt Zonta Gymnasien und Berufskollegien in der Region an. Oberstufenleiterin Katrin Hübschen kannte Zonta bereits, denn die erste Preisträgerin, die 2007 von Zonta hier in Erkrath ausgezeichnet worden war, war Nina Bartz, die damals das Gymnasium am Neandertal besuchte.

2014 ging der Preis erneut an eine Schülerin des GymNeander, an Pia Schulke. Katrin Hübschen schlug in diesem Jahr Antonia von Schroeter vor, nicht ohne vorher mit ihr zu sprechen, denn die vorgeschlagene Schülerin muss bei Zonta eine Bewerbung einreichen. „Das war gar nicht so einfach, denn die Bewerbung darf eine bestimmte Zeichenzahl nicht überschreiten und in diesem engen Rahmen muss man sein Engagement beschreiben“, erinnert sich Antonia.

Die Mühe hat sich für die junge Frau gelohnt, denn das sechsköpfige Komitee entschied sich in diesem Jahr für sie als Preisträgerin, weil ihr Engagement überzeugte. Antonia ist Mitglied im Vorstand des Schüler Ruderclubs (SRG), ist Messdienerin, trainiert jüngere Kinder im Tennis und hat sich in einem Auslandsjahr in Neuseeland in besonderem Maße für die Schule engagiert, die sie dort besuchte. „Das Preisgeld kann ich gut gebrauchen“, freut sie sich. Nach der Abi-Feier geht es für sie erst einmal in den Urlaub nach Griechenland, aber direkt danach hat die engagierte Erkratherin, die Medizin studieren möchte, schon wieder einiges vor.

Zuerst geht es mit den Maltesern zweieinhalb Wochen in den Libanon in ein Feriencamp für kranke Kinder. Anschließend absolviert sie in Freiburg eine Ausbildung zum Rettungssanitäter und danach will sie in Peru ein Praktikum für die weitere Ausbildung absolvieren. Eines Tages möchte sie sich als Kinderärztin niederlassen. Falls das nicht klappt, ist Antonia auch offen für anderes und wer weiß, was sie bei ihren Auslandsaufenthalten noch so inspiriert. Sie ist weltoffen, spricht französisch, englisch und spanisch und wird sicher auch ihren weiteren Weg mit großem Engagement meistern.„Junge Frauen unterschätzen oft ihr eigenes Engagement, denken, dass sie doch gar nicht so viel leisten“, sagt Beeke Wintjen aus Erfahrung. Bis zur nächsten Preisverleihung wird der Zonta „Wanderpokal“ mit den Namen der bisherigen Preisträgerinnen im Gymnasium am Neandertal verbleiben und ist vielleicht Ansporn für weitere junge Frauen sich zu engagieren.

(RG)
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