Viele kennen das: Der Start ins Berufsleben ist alles andere als einfach. Und wenn man sich als Frau dann auch noch in einem „typischen Männerjob“ beweisen oder in einer von Männern dominierten Branche durchbeißen muss, braucht man Nerven und Durchhaltevermögen. Auch Dr. Cornelia Riechers kennt das – aus ihrer eigenen Erfahrung und der ihrer zahlreichen Kundinnen, die sie in den vergangenen vier Jahrzehnten als Karriereberaterin begleitet hat. So unterschiedlich die Berufswege, Sorgen, Probleme, aber auch Erfolge all dieser Frauen auch waren, sie ähneln sich doch irgendwie. Genau das hat Riechers in ihrem ersten Roman verarbeitet: „Eva, eine junge Frau, sucht ihren beruflichen Weg und erkämpft sich ihren Platz in einer männerdominierten Branche“, fasst die Erkratherin den Haupthandlungsstrang ihrer Protagonistin zusammen: „Die Story beginnt damit, dass die junge Leonie trotz Einser-Abitur nur Absagen auf ihre Bewerbungen erhält. Sie sucht Rat bei ihrer Patentante Eva. Eva ist eine erfolgreichen Outplacement-Beraterin – eine Frau, die anderen hilft, nach einer Kündigung neu anzufangen. Doch auch Eva selbst musste viele Umwege gehen, bis sie an ihrem persönlichen Berufsziel angelangt war.“
In dem Roman „Die Beraterin“ lässt die Autorin ihre Protagonistin Eva der jungen Leonie von ihrem Werdegang erzählen. Gemeinsam mit den Lesern lassen sie Evas berufliche Selbstfindung Revue passieren: Evas berufliche Sinnsuche verläuft in wildem Zickzack, mit Teilerfolgen, aber auch mit unerwarteten Schwierigkeiten und Rückschlägen. Ohne genau zu wissen, was sie sucht, tastet sie sich Schritt für Schritt zu ihrem Traumberuf vor. Sie begegnet Menschen, die ihr helfen, und anderen, die ihr schaden. Sie kämpft mit Vorurteilen und finanziellen Problemen. Gewissenlose Geschäftemacher durchkreuzen ihre Pläne, und sie schreibt sich selbst auf die Fahne, es besser zu machen. Privat trifft sie ihre große Liebe und erlebt mit ihm eine ungewöhnliche Beziehung. Durch Evas Rat kommen auch Leonies Karrierepläne wieder in Fahrt.
Riechers selbst kam bereits 1987 zum Personalwesen. Sechs Jahre später gründete sie ihr eigenes Unternehmen für Outplacement- und Karriereberatung, in dem sie bis heute auch Unternehmen aus Erkrath und Umgebung betreut. Als Sachbuchautorin hat sie sich bereits einen Namen gemacht – unter anderem mit dem 2008 erschienenen paradoxen Bewerbungsratgeber „So bleiben Sie erfolgreich arbeitslos”.
Mit „Die Beraterin“ ist der Autorin, die bislang fünf Sachbücher geschrieben hat, ein literarisches Werk über Mut und Beharrlichkeit gelungen, das zeigt, dass wohl nur bei den wenigsten das (Berufs)leben immer nach Plan und schon gar nicht geradlinig verläuft. Es ist ein Buch über die Kunst, Niederlagen in etwas Positives zu verwandeln und über die leise, unerschütterliche Suche nach beruflichem Glück. Er ist kurzweilig und spannend in schnellem Lesetempo geschrieben und vermittelt einen Einblick hinter die Kulissen der Arbeitswelt. Dabei wird der Zeitgeist des späten zwanzigsten Jahrhunderts wieder lebendig. Auch wenn die Handlung an Fantasie-Schauplätzen spielt, so spürt man doch, wie sehr die Autorin sich von den Orten, den Wirtschaftsunternehmen und den Landschaften im Kreis Mettmann inspirieren ließ. Und weil sie die Welt des Romans aus eigener Anschauung kennt, wirkt jeder Satz authentisch. Und so individuell die Geschichte auch ist, so universell ist doch die Suche nach dem (beruflichen und persönlichen) Glück.
Der Roman „Die Beraterin“ der Erkratherin Dr. Cornelia Riechers ist als Taschenbuch (ISBN 978-3-98913-277-1) zum Preis von 21,90 Euro im Buchhandel erhältlich. Am Freitag, 28. August, um 19 Uhr können Interessierte die Autorin persönlich bei einer Lesung im Café 28 (Forum Sandheide), Hildener Straße 28 in Hochdahl, treffen.