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Erkrath erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus​

Große Beteiligung bei der traditionellen Reinigung der Stolpersteine : Erkrath erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus

Bei der traditionellen Reinigung der Erkrather Stolpersteine anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus beteiligten sich in diesem Jahr Bürgermeister Christoph Schultz, seinen Stellvertretungen Regina Wedding und Marc Göckeritz sowie zahlreichen Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen aus dem Stadtgebiet mehr Menschen als je zuvor.

Neben der stellvertretenden Landrätin Martina Köster-Flashar, Vertreterinnen und Vertreter der Ratsfraktionen, der Stadtverwaltung sowie der Bürgerschaft, waren auch die Landtagsabgeordneten Elisabeth Müller-Witt (SPD) und Ina Besche-Krastel (Bündnis 90 / Die Grünen) nach Erkrath gekommen, um in kurzen Ansprachen der Opfer aus Hochdahl und Alt-Erkrath zu gedenken und auf die zunehmende Bedrohung der Demokratie in Deutschland, Europa und dem Rest der Welt hinzuweisen.

Erinnerungskultur gegen Hass und Hetze

„Diese Stolpersteine halten nicht nur die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus lebendig. Sie sollen uns alle hier und heute auffordern, vereint gegen die demokratiefeindlichen Tendenzen vorzugehen, die einmal mehr um sich greifen. Es liegt an uns allen dafür zu sorgen, dass sich die Gräueltaten von damals

nicht wiederholen“, so Bürgermeister Christoph Schultz während des zweistündigen Rundgangs. In Erkrath sind insgesamt sechs der in den Boden eingelassenen Messingblöcke des Kölner Künstlers Gunter Demnig verlegt, die in Deutschland und 30 weiteren Ländern die Namen und Wohnorte von mehr als 13 Millionen zivilen Opfer der Nazis markieren.

Anlässlich des Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 finden in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern seit 2005 jährlich Veranstaltungen statt, bei denen der Opfer des Nationalsozialismus gedacht wird. Seit 2016 werden in Erkrath die hier verlegten

Stolpersteine bei einem Erinnerungsrundganges gereinigt, während Schülerinnen und Schüler der Realschule Erkrath, des Gymnasiums am Neandertal und des Gymnasiums Hochdahl zu den Lebensgeschichten der Opfer aus Erkrath recherchieren und sie in Rückblicken vorstellen.