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Bürgerbus für Hochdahl: Leidenschaft und hoher Mehrwert

Bürgerbus für Hochdahl : Leidenschaft und hoher Mehrwert

In Hochdahl soll ein Bürgerbus etabliert werden. Das Projekt steht und fällt mit dem ehrenamtlichen Engagement der Menschen.

Das ÖPNV-Angebot in Hochdahl soll ausgeweitet werden: Im Fokus steht eine bessere Vernetzung der oberen Willbeck, insbesondere mit dem S-Bahnhof Hochdahl-Millrath sowie dem Hochdahler Markt. Nach intensiver Abwägung unterstützen sowohl Stadtverwaltung und Politik als auch der Kreis Mettmann sowie die Rheinbahn den Versuch, auch in Hochdahl einen Bürgerbus einzuführen.

Die erfolgreiche Einführung eines Bürgerbusses steht und fällt jedoch mit ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern, die sich zunächst zu einem neuen Bürgerbusverein zusammenschließen und anschließend – mit anfänglichen sowie begleitenden Hilfestellungen – die Idee in die Tat umsetzen. Die Stadtverwaltung sucht daher bis zum 31. Oktober nach interessierten Erkratherinnen und Erkrathern, die sich ein Engagement für das Projekt „Bürgerbus Hochdahl“ vorstellen können.

Den zentralen Baustein für einen lebendigen Bürgerbusverein bilden die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer und stellen demnach den größten Anteil im Team dar. Doch neben dem reinen Fahren erfordern finanzielle und technische Belange viel Aufmerksamkeit, die nicht zu unterschätzen und unabdingbar sind.

In der Regel bestehen Bürgerbusteams daher aus mindestens 15-20 Personen, die sich die Aufgaben je nach Funktion und zeitlicher Ressourcen flexibel aufteilen. Daher sind sowohl zeitlich eingeschränkte Personen als auch Personen, die sich das Fahren eines Bürgerbusses nicht zutrauen, wichtige Teammitglieder. Ebenso müssen einige Personen als Vorsitz fungieren und im besten Fall gleich zu Beginn eine zentrale organisatorische Funktion übernehmen.

Um einen Bürgerbus fahren zu dürfen, muss mindestens das 21. Lebensalter erreicht sein, ist ein Führerschein der Klasse B (oder Klasse III) erforderlich und eine mindestens zwei Jahre andauernde Fahrpraxis.

Zusätzlich muss bei der Straßenverkehrsbehörde eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung beantragt werden. Dafür ist auch ein im Vorfeld durchzuführender Gesundheitscheck erforderlich, der insbesondere die Leistungs- und Reaktionsfähigkeit sowie das Sehvermögen testet. Darüber hinaus muss ein polizeiliches Führungszeugnis beantragt und vorgelegt werden. Anschließend werden die potenziellen Fahrerinnen und Fahrer durch einen Verkehrsmeister der Rheinbahn AG in den Bürgerbusbetrieb eingewiesen und müssen das Fahren eines Bürgerbusses unter Beweis stellen.

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Alle anfallenden Kosten werden durch den Bürgerbusverein getragen. Dieser finanziert sich hauptsächlich über Fahrgasteinnahmen und Sponsoren, die es durch das Team ebenfalls anzusprechen und zu gewinnen gilt, sowie durch finanzielle Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen für organisatorische Belange sowie für die Anschaffung eines Busses.

Einen ersten Eindruck vom Bürgerbus-Alltag und den damit verbundenen Aufgaben bringt beispielsweise eine Fahrt mit dem Bürgerbus in Alt-Erkrath. Gerne stehen auch die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer des Bürgerbus Erkrath e.V. für einen Austausch bereit.

Für sie ist der Bürgerbus inzwischen persönliche Leidenschaft und ein hoher Mehrwert geworden. Der Rat der Stadt Erkrath und die Stadtverwaltung freuen sich über alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die sich in diesem Rahmen für mehr Lebensqualität in Hochdahl einbringen möchten.

Weiterführende Informationen zu Hintergründen, Voraussetzungen, Ansprechpersonen sowie der weiteren Vorgehensweise gibt es unter www.erkrath.de/buergerbus.

Ihre Bereitschaft zum Mitwirken können interessierte Erkratherinnen und Erkrather in einer Mail an buergerbus.hochdahl@erkrath.de mitteilen.