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Junge Liebe und jede Menge Vorurteile

Junge Liebe und jede Menge Vorurteile

Zoé lebt gemeinsam mit ihrer Mutter in Berlin. Die Welt der Jugendlichen scheint in Ordnung zu sein, wäre da nicht der unerwartete Umzug aufs Land, den die Mutter wegen ihres schlecht laufenden Blumenladens anstrebt.

Für Zoé eine echte Strafe.

(tb) Zum Glück gibt es Adil, der ihr im neuen Domizil begegnet. Eine zarte Jugendliebe entflammt, die jedoch mit so einigen Hürden zu kämpfen hat. Adil stammt nämlich aus Syrien. Für das junge Paar beginnt ein Kampf gegen Vorurteile und Hetze. Und dann haben beide noch ganz eigene Dämonen zu bewältigen. Um welche Dämonen es geht, kann man in Susanne Rochollls neuen Buch "Zoé und Adil" erfahren. Mit viel Humor, aber auch der Aufarbeitung gesellschaftspolitischen Themen, hat sich die Hochdahler Schriftstellerin an ihr neustes Werk begeben. "Es war mir ein Anliegen, die Jugendlichen mit diesem Buch an die Hand zu nehmen und aufzuklären. Man darf sich nicht durch sein Äußeres definieren oder definieren lassen." Um ihr Werk der Jugend zu präsentieren, bietet sie Lesungen in Schulen an. "Erst neulich habe ich in einer Realschule in Düsseldorf vor rund 400 Schülerinnen und Schülern lesen dürfen. Und auch in der Stadtbücherei in Hochdahl gab es bereits eine Lesung. Das Feedback ist durchweg positiv, denn das Buch richtet sich nicht ausschließlich an Jugendliche, sondern auch an Erwachsene. Es behandelt schließlich diverse, aktuelle Themen."

Susanne Rocholl weiß, wovon sie schreibt. Seit über drei Jahrzehnten lebt die Mutter dreier Kinder in einer glücklichen Ehe mit ihrem Mann Yahya Kaigobady, der aus dem Iran stammt. "Auch ich habe mich gegen Vorurteile zur Wehr setzen müssen. Damals galt eine solche Ehe noch als exotisch." In Zoés Figur ihr eigenes Leben biografisch aufzuarbeiten, kam für die Autorin jedoch nicht in Frage. "Zoé ist ein starker, frecher und mutiger Charakter. Sie ist eher rebellisch." Das aktuelle Jugendbuch ist bereits der zweite Roman aus der Feder der Hochdahlerin. Mit ihrem Werk "Die Früchte am Ende des Zweiges" gab Susanne Rocholl bereits 2014 ihr Debüt und beschäftigte sich auf den rund 250 Seiten mit einem ähnlichen Thema. Die Leidenschaft zum geschriebenen Wort hegt Susanne Rocholl bereits seit Jahren. In Schreibworkshops erlernte sie das Handwerk zum Bücher schreiben. "Meine Kinder waren noch sehr klein, als ich den Workshop besucht habe. Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist, sind die zahlreichen, netten Kontakte. Schreiben ist ein einsames Handwerk und ich war sehr glücklich darüber, Gleichgesinnte zu treffen." Seitdem geht die Autorin strukturiert ans Werk. Bevor der erste Satz entsteht, muss das fertige Gerüst der Geschichte bereits stehen. "Ich muss meine Charaktere kennen, wissen wohin sie gehen wollen und wie der Ausgang der Geschichte ist. Aktuell schreibe ich gerade meinen ersten Thriller. Eine neue Erfahrung."