Programm des Ökumenischen Bildungswerkes Hochdahl: Der Winter wird interessant

Programm des Ökumenischen Bildungswerkes Hochdahl : Der Winter wird interessant

Das Ökumenische Bildungswerk Hochdahl feiert in diesem Jahr sein 50. Jubiläum und präsentiert stolz seine neue Veranstaltungsreihe für das kommende Winterhalbjahr.

Das Team aus der Evangelischen Kirchengemeinde Hochdahl und der Katholischen Kirchengemeinde Hochdahl war in den letzten Monaten sehr fleißig und hat ein attraktives Programm für alle Gemeindemitglieder und Interessierten aus der Stadt zusammen gestellt.

Zu sechs Vorträgen zu aktuellen Themen aus Brauchtum, Glaube, Politik und Zeitgeschehen laden Pfarrer Christoph Biskupek, Dr. Hartmut Buyken, Jürgen Kahl, Pfarrer Lutz Martini, Dr. Ursula Schulte, Prof. Dr. Heinrich Strotmann und Gerlinde Zwirnmann ein.

Los geht es mit dem Kabarett Klüngelbeutel unter dem Titel „Krümel vom Tisch des Herren“ am Donnerstag, 26. September, 20 Uhr. Das Kölner Kirchenkabarett „Klüngelbeutel“ ist seit 28 Jahren vorwiegend im Rhein-Ruhrgebiet unterwegs, um mehr „Spaß und Humor in die Kirchen zu bringen“. Religiöse Themen, auch konfessionelle Eigenheiten und weltliche Themen werden in Sketchen und Songs humorvoll, ironisch oder satirisch aufbearbeitet - wobei alle Konfessionen ihr Fett abbekommen. Mitwirkende sind Ulrike und Wolfram Behmenburg.

Am Donnerstag 24. Oktober, 20 Uhr, wird die Frage gestellt „Hat die jesidische Glaubensgemeinschaft noch eine Zukunft?“. In Deutschland lebt die größte Diasporagemeinde der Eziden (Jesiden) mit rund 200.000 Angehörigen. Über diese friedfertige Religionsgemeinschaft ist hier nur wenig bekannt. Doch seit dem Eziden-Genozid 2014 im Nordirak durch den IS kommen gehäuft Fragen auf, wie es um diese alte Religionsgemeinschaft steht, woran die Anhänger glauben, warum sie seit Jahrhunderten im Nahen Osten aufgrund ihres Glaubens verfolgt und vertrieben wurden. Dr. Sefik Tagay gibt einen Einblick in Glauben, Kultur und Gesellschaft der ezidischen Gemeinschaft. Er wird besonders auch auf die Situation der Eziden in Deutschland eingehen. Dr. Tagay ist Forschungsleiter der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universität Duisburg-Essen. Er hat langjährige Erfahrung in interkultureller Psychotherapie mit Migranten und Geflüchteten.

Weiter geht es am Donnerstag, 21. November, 20 Uhr mit dem Referenten Philipp Walkenhorst und der Frage „Straffällige junge Menschen - wegsperren oder was?“ Prof. Dr. Walkenhorst war von 2006 bis 2019 Professor für Erziehungshilfe und soziale Arbeit an der Universität zu Köln. Er befasst sich mit dem Phänomen des politischen Extremismus sowie der Straffälligkeit junger Menschen und mit den pädagogischen Förderungsmöglichkeiten im Strafvollzug.

Im neuen Jahr locken dann Vorträge zu den Themen

- „Jüdisches Leben und Selbstverständnis in Deutschland. Ein permanenter Ausnahmezustand?“ mit Rabbiner Jechiel Bruker am 16. Januar, 20 Uhr.

- „Die Zukunft der Jugend - die Zukunft der Kirche“ mit Landesjugend-Pfarrerin Simone Enthöfer am 27. Februar, 20 Uhr.

- „Ist die Demokratie ein Auslaufmodell?“ mit Dr. Manuel Gogos am 12. März, 20 Uhr.

Alle Veranstaltungen finden im Evangelischen Gemeindehaus, Hans-Sachs-Weg 1 statt. Weitere Informationen gibt es auch online auf www.evangelischekirchehochdahl.de und www.st-franziskus-hochdahl.de

(nic)
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