Leserecho Abschaffung der Fahrradstraße kein Verlust

Unterfeldhaus · Folgende Leserzuschrift haben wir zum Thema „Fahrradstraße am Millrather Weg“ erhalten:

Foto: Stadt Erkrath

„Im Lokalanzeiger Erkrath, KW 1/2026, ist eine Stellungnahme der Ortsgruppe Erkrath des ADFC veröffentlicht. Dort wird die Entscheidung des Rats kritisiert, das Teilstück des Millrather Weges nicht weiter als Fahrradstraße zu deklarieren.

Ich als ständiger Radfahrer, der auch von Hochdahl nach Düsseldorf mit dem Rad fährt, bin da entschieden anderer Meinung. Die Abschaffung des Labels „Fahrradstraße“ ist an dieser Stelle für Radfahrer kein Verlust. Denn dieses Teilstück hat nie den Anforderungen an eine Fahrradstraße entsprochen.

Ich fahre bei passendem Wetter gerne mit dem Fahrrad von Hochdahl nach Düsseldorf. Aber auch nach Unterfeldhaus zum Neuenhausplatz. Dabei wähle ich nie den Weg über die Johannesberger Straße, Mathias-Claudius-Straße und Millrather Weg. Dies aus zwei Gründen:

1. Wenn man von Hochdahl aus die Strecke über den Millrather Weg nehmen will, ist die Unterführung der Johannesberger Straße ein nicht zu beseitigendes großes Problem. Das rauf und runter kostet mit Gepäck zusätzliche Kraftanstrengung. Gefährlich ist der mittig verlaufende hohe Bordstein und die Aufpflasterung der nördlichen Hälfte der engen Unterführung. Und dies besonders gefährlich bei schlechter Sicht und Dunkelheit. Das Ganze ist zudem abgelegen und ein Angst-Raum. Als Teil einer Fahrradtraße daher unmöglich zu verantworten.

2. Kommt man vom Millrather Weg her, dann hat man ab Neuenhausplatz mit sehr regem Verkehr zu kämpfen. Egal ob ich den Millrather Weg Richtung Unterbach weiterfahre oder ob ich den Niermannsweg Richtung Max-Planck-Straße und Gerresheimer Landstraße mit dem lästigen und gefährlichen Kreuzungsbereich nehme. Beide Strecken sind für eine Fahrradstraße ungeeignet.

Das mittige Teilstück des Millrather Wegs war nie mehr als ein nutzloser Torso. In ein vernünftiges Radwegekonzept passt der nicht hinein. Ich bevorzuge vom Hochdahler Markt aus zwei Routen nach Düsseldorf: Die eine geht über Bruchhausen und den Ankerweg zur Erkrather Straße und dann links ab Richtung Unterbach über den Bürgersteig, weiter über die beampelte Kreuzung in die Vennstraße, dann in den Kleinen Torfbruch entlang des Unterbacher Sees und weiter entlang der Straße Am Kleinforst. Es folgen Eller Kamp, Bahnübergang, Schlesische Straße, Karl-Geusen-Straße, Kölner Straße, Oberbilker Markt, Eisenstraße und dann bin ich im Hauptbahnhof. Ab dort ist die Bismarckstraße eine echte und funktionierende Fahrradstraße, die weiter Richtung Innenstadt und zum Rhein führt.

Die zweite Route startet in Hochdahl am Europaplatz, geht entlang des Sportplatzes und des katholischen Friedhofs, dann Am Kleff, dann über die Fußgängerbrücke über die Bergische Allee, jetzt Feldheider Straße bis zur Max-Planck-Straße, dort auf dem Radweg bis zur Eimündung Maiblümchen, dort links ab hinter Thieleshof zum Eselsbach, den entlang über den Radweg bis zum Ende des Unterbacher Sees und dann entlang der Straße Am Kleinforst und weiter wie oben beschrieben.

Mein Vorschlag: Wenn die Stadt wirklich etwas für Radfahrer tun will, dann sollte sie den Ankerweg in einen guten Zustand bringen und den vernachlässigten Bürgersteig zwischen Ankerweg und Vennstraße vernünftig ausbauen.“

Hans-Josef Rosenbach, Erkrath

Hinweis: Die in Leserbriefen geäußerte Meinung gibt nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich außerdem sinngemäße Kürzungen vor. Anonyme Zuschriften bleiben unberücksichtigt.