Die Linke Erkrath informiert Überflüssige Baumfällung an den Kleinspielfeldern Rankestraße

Hochdahl · In Hochdahl sollen zwei Kleinspielfelder an der Rankestraße erneuert werden – das begrüßt Die Linke ausdrücklich. Doch was die Verwaltung dafür nicht nur geplant hat, sondern inzwischen auch durchgeführt hat, ist, laut der Linken, weder sinnvoll noch verhältnismäßig: über 60 Bäume rund um den Sportplatz sind gefallen oder auf den Stock gesetzt, darunter auch viele Eiben, Bäume, die auf der Vorwarnliste gefährdeter Arten stehen und aus ökologischen und kulturellen Gründen geschützt sind.

Gabriele Riedl (DIE LINKE Erkrath).

Foto: DIE LINKE Erkrath

„Der Sportplatz wurde lange wenig genutzt und die Oberfläche ist in schlechtem Zustand. Dellen, Löcher und Hubbel sind sichtbar – in wenigen Teilbereichen durch Wurzelschäden“, so Gabriele Riedl, Ratsfrau Der Linken in Erkrath. „Zurzeit wird er auch als Schulhofersatz für die ausgelagerten Klassen der Johannesschule genutzt, und dabei sind beim Toben in den Unterrichtspausen zwei Kinder gestürzt. Daher fand am 11. November vom Technischen Dezernat der Stadt eine Ortsbesichtigung mit den Fraktionen statt, um den Umfang der Sanierungsarbeiten zu bewerten; unterschiedliche Lösungen wurden diskutiert.“

Die Verwaltung sagte, laut Der Linken dazu, die nach ihrer Ansicht notwendigen Fällungen von fast 80 Bäumen zur abschließenden Bewertung und Entscheidung zu markieren. „Das geschah am Folgetag – aber zu einer zugesagten Entscheidung durch den Fachausschuss oder die Beteiligung des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und Planung kam es gar nicht“, sagt Gabriele Riedl. „Wenige Tage später waren die Bäume weg. Die Begründung lautete dazu, das Verkehrssicherungspflicht und Gefahr im Verzuge sei, weil die umstehenden Bäume Laub abwerfen und den Platz verschatten, was zu Moosbildung auf dem Spielfeld führen und damit eine Gefahrenquelle darstellen würde.“ Eine Sanierung der Kleinspielfelder ist, laut Gabriele Riedl, dringend notwendig. „Aber nicht wegen der Bäume, sondern weil in den letzten Jahren die Pflege vernachlässigt wurde“, so Riedl, die auch Mitglied der Linken im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Planung ist. Und weiter: „Irgendwann ist auch die Oberfläche eines Tartanplatzes verschlissen und muss erneuert werden. Wurzelschadensanierung an einigen Stellen ist erforderlich; dass dafür so viele Bäume gefällt wurden, ist tatsächlich ein Skandal. Im Vorfeld wurden die Ratsmitglieder zwar informiert, es sollten die zur Fällung vorgesehenen Bäume markiert werden. Wir erinnern uns genau, dass dann noch mal beraten werden sollte. Kurz danach waren die Bäume weg. Ein solcher Umgang mit unserer wertvollen Natur ist nicht zeitgemäß und weder fachlich noch ökologisch vertretbar.“

Die Linke verurteilt diesen unnötigen Eingriff. „Wir erwarten eine sachgerechte Sanierung, die das erhaltenswerte Grün und die Natur respektiert, die Klimafolgen berücksichtigt und abgestimmte Lösungen sucht – nicht Abholzungen.“