Turmeröffnung ist für September 2022 geplant Schädelkalotte krönt Turm Höhlenblick

Kreis · Das Bauprojektes „Turm Höhlenblick“ im Neandertal nimmt immer weiter Gestalt an. Beeindruckend ist nicht nur das äußere Gerüst des Turms. In dieser Woche wurde ein besonderes Highlight unter Einsatz schweren Gerätes auf das Bauwerk gesetzt. Das Dach hat die Form der 1856 dort gefundenen Schädelkalotte des Neanderthalers und wiegt sechs Tonnen.

 Das Dach in Form einer gewaltigen Schädelkalotte kurz bevor es auf den Turm aufgesetzt wird.

Das Dach in Form einer gewaltigen Schädelkalotte kurz bevor es auf den Turm aufgesetzt wird.

Foto: Kreis Mettmann

  Mit großen Schritten geht es auf die Vollendung des Bauprojektes „Turm Höhlenblick“ im Neandertal zu. Das beeindruckende äußere Gerüst des Turms steht, Dienstag folgte ein ganz besonderes Highlight: die riesige, sechs Tonnen schwere Kuppel in Form der 1856 dort gefundenen Schädelkalotte des Neanderthalers wurde als krönendes Dach auf den Turm aufgesetzt. Die Kalotte wurde in einem aufwendigen und komplizierten Transport in acht Einzelteilen angeliefert und vor Ort zusammengebaut. Unter Einsatz eines Krans und mit viel Geschick wurde die Kalotte auf 22 Meter Höhe angehoben und passgenau auf das Gestell des Turms gesetzt. Der Künstler Jan Ptassek hat in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen die Schädelkalotte gestaltet. Außen hat die Kalotte eine außergewöhnliche Effektlackierung auf neun Lagen, welche die Oberfläche des Schädels besonders realistisch aussehen lässt und „Tiefe“ erzeugt.

Das Modell wurde aus 20m³ Polysterol herausgearbeitet. Die Firma FVK GmbH aus Dessau hat die Außenhülle der Kalotte aus GFK (Glasfaser-Kunststoff[1]Gemisch) hergestellt. Die innenliegende Stahlverstärkung wurde von der Krietec GmbH aus Köln eingebaut. Die Direktorin des Neanderthal Museums, Dr. Bärbel Auffermann, ist begeistert:“ Die als Kuppel über der oberen Plattform gestaltete Schädelkalotte ist das Wahrzeichen des Turms. Die außergewöhnliche Form ist weltweit einzigartig und erzeugt beim Gast auf der obersten Plattform des Turms den Eindruck, in der ursprünglichen Höhle zu stehen.“

Technische Daten:

Vergrößerungsfaktor: 50

Gesamtkosten: 250.000 Euro

Länge: 9 Meter

Breite: 7 Meter

Höhe: 4 Meter

Gesamtgewicht: rund 6 Tonnen

Gewicht der Stahlverstärkung: 2,4 Tonnen

Erstmalige Präsentation des Turmentwurfs von Jürg Steiner am 6. November 2014. Die Turmeröffnung ist für September 2022 geplant.

Filmmaterial zum Aufsetzen der Kalotte auf den Turm kann über diesen Link heruntergeladen werden: https://gentura.com/index.php/s/yzmEYctesawBJi