Generalversammlung wählt Vorstand und Aufsichtsrat neu Energiegenossenschaft Erkrath stellt Weichen für die Zukunft

Kreis · Die Energiegenossenschaft Erkrath eG (EGE) kam kürzlich zu ihrer turnusgemäßen Generalversammlung im Forum Sandheide zusammen. Bei hohen Temperaturen wurden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Erstmals nach der Gründungsversammlung im Jahr 2023 mussten Vorstand und Aufsichtsrat neu gewählt werden.

Die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der EGE: (v.li.) Achim Schendekehl, Matthias Kreisel, Peter Knitsch, Christian Untrieser, Ralph Wirriger, Klaus Kellings und Roland Kahlert.

Foto: Energiegenossenschaft Erkrath eG

Dabei setzt die EGE auf Kontinuität und Erfahrung. In den Vorstand wurden Dr. Klaus Kellings, Dr. Christian Untrieser und Ralph Wirriger wiedergewählt. Im Aufsichtsrat setzen Peter Knitsch, Matthias Kreisel, Paul Söhnchen und Achim Schendekehl nach dem Votum der Mitglieder ihre Tätigkeit fort. Neu hinzugewählt wurde außerdem Roland Kahlert.

Der Vorstand informierte die Genossen auch über aktuelle Entwicklungen und natürlich die Photovoltaik-Projekte. Mittlerweile ist die EGE auf 85 Mitglieder angewachsen und die erste Photovoltaik-Anlage produziert im dritten Kalenderjahr sauberen Strom. Im Jahr 2025 konnten auf dem Dach der Kita Roncalli in Hochdahl rund 30.000 Kilowattstunden gewonnen werden. Die Kita deckte dadurch einen Großteil ihres Stromverbrauchs durch die PV-Anlage selbst und hat auch finanziell von der Kooperation profitiert. Der überschüssige Strom wurde in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Insgesamt hat die 33 kWp-große Anlage bisher für eine CO2-Einsparung von 18.300 kg gesorgt. Für den gleichen Effekt bräuchte man jährlich rund drei Hektar Wald.

In Kürze will die Genossenschaft weitere Photovoltaik-Anlagen in Erkrath in Betrieb nehmen und damit den Stromertrag der EGE vervielfachen. Daneben diskutierten die Genossen, ob im Rahmen des neuen sog. Energysharings der Strom von EGE-Anlagen direkt an Mitglieder verkauft werden kann und ob auch die Möglichkeit bestünde, eine große Freiflächen-PV-Anlage zu errichten.

Die neu gewählten Vorstandsmitglieder blicken optimistisch in die Zukunft und wollen bald das nächste Bauprojekt vorstellen. Die EGE ist weiterhin offen für neue Mitglieder, die die Energiewende in Erkrath konkret voranbringen wollen. Einen jährlichen Mitgliedsbeitrag gibt es nicht. Vielmehr erwerben die Mitglieder Anteile an der Genossenschaft (1 Anteil = 100 Euro; Mindestanteile pro Mitglied: 3), mithilfe derer die Projekte realisiert werden können. Über die Zahlung einer Dividende entscheiden die Mitglieder gemeinsam in einer jährlichen Generalversammlung. Jedes Mitglied hat dabei immer eine Stimme, egal wie hoch die Summe der gezeichneten Anteile ist. Daher ist die Genossenschaft eine zutiefst basisdemokratische Gesellschaftsform.