„Demokratie braucht uns alle – und das bedeutet, dass die Stimmen und Perspektiven von Frauen gleichberechtigt gehört und berücksichtigt werden müssen“, erklärt Landrätin Dr. Bettina Warnecke anlässlich des zweiten bundesweiten Aktionstags #ParitätJetzt am 24. Juni.
Dem Kreistag mit insgesamt 78 gewählten Abgeordneten gehören 31 weibliche Mitglieder an. Die Quote liegt damit bei 39,7 Prozent – so hoch wie in sonst keinem Kreis in NRW. „Die erfreulichen Zahlen zeigen unseren Fortschritt, doch die volle Parität ist noch nicht erreicht. Unser Engagement gilt weiterhin der Schaffung gleicher Teilhabemöglichkeiten für Frauen“, sagt die Gelichstellungsbeauftragte des Kreises, Jana Lihl. Ein Blick auf die kreisfreien Städte zeigt, dass nur Münster (42,4 Prozent), Bonn (42,4 Prozent) und Köln (43,3 Prozent) in den politischen Vertretungskörperschaften NRWs noch weiblicher besetzt sind. Der Durchschnitt liegt bei 33,3 Prozent.
Stehen die kreisangehörigen Städte im Fokus, sticht die Stadt Haan mit einer Frauen-Quote von 50,0 Prozent als Spitzenreiterin in ganz NRW hervor. Der Kreis setzt sich aber auch aktiv für Parität ein: Als beispielhaftes Zeichen dieses Engagements fand Anfang des Jahres auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten ein erstes Netzwerktreffen der Frauennetzwerke im Kreis Mettmann statt. „Es war inspirierend zu sehen, wie viele engagierte Frauen sich in unserem Kreis vernetzen und gemeinsam für ihre Anliegen eintreten“, berichtet Jana Lihl. „Solche Treffen sind entscheidend, um den Austausch zu fördern, Synergien zu schaffen und die Stimmen von Frauen in unserer Region weiter zu stärken.“
Auch in Zukunft wird der Kreis Mettmann Aktionen und Veranstaltungen rund ums Thema Gleichberechtigung anbieten. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können der Verwaltung in den sozialen Medien folgen, um mehr darüber zu erfahren.
Der bundesweite Aktionstag #ParitätJetzt erinnert daran, dass Frauen zwar die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, in vielen Parlamenten jedoch weiterhin unterrepräsentiert sind. Die Initiative fordert daher verbindliche Regelungen im Wahlrecht, um eine echte Parität zu gewährleisten.