Umweltminister zeichnet engagierte Umwelt- und Naturschützer aus: Ehrenamtliche Arbeit ist tragende Säule unserer Gesellschaft

Umweltminister zeichnet engagierte Umwelt- und Naturschützer aus : Ehrenamtliche Arbeit ist tragende Säule unserer Gesellschaft

Viele Menschen in Nordrhein-Westfalen setzen sich freiwillig und unentgeltlich für den Umwelt- und Naturschutz ein. Dieses ehrenamtliche Engagement wird erstmals mit dem Preis "Ehren.Sache.NRW" ausgezeichnet.

"Ehrenamtliches Engagement ist eine der tragenden Säulen unserer Gesellschaft", betonte Umweltminister Johannes Remmel. "Immer wieder werden gute Ideen für den Umwelt- und Naturschutz von engagierten Bürgerinnen und Bürgern freiwillig und unentgeltlich initiiert und durchgeführt. Ohne dieses Engagement wäre es kaum möglich, die Vielzahl an Projekten durchzuführen. Diese Menschen verwirklichen mit ihrem Einsatz die Vision einer aktiven Bürgergesellschaft. Mit der Auszeichnung 'Ehren.Sache.NRW‘ werden diese Aktivitäten gewürdigt und erhalten somit eine öffentliche Anerkennung."

Ausgezeichnet werden fünf Ehrenamtler, die sich rund um das Thema "Lebendige Gewässer" verdient gemacht haben. Eine fachkundige Jury hat aus den eingegangenen Bewerbungen die Preisträgerinnen und Preisträger "Ehren.Sache.NRW 2015" ausgewählt. Heute übergab Minister Remmel die Auszeichnung an Heinz Hammans.

Heinz Hammans (72 Jahre) ist Landwirt und seit mehreren Jahren ehrenamtlicher Vorsteher beim "Wasser- und Bodenverband Geldener Fleuth". Bereits seit 1985 arbeitete er in verschiedenen Gremien des Verbandes. Im Mittelpunkt seines Engagements steht die Balance zwischen der Durchführung von Maßnahmen der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) an den größtenteils stark veränderten Gewässern einerseits und der Sicherstellung des ordnungsgemäßen Wasserabflusses.

Zu seinen größten Verdiensten gehört beispielsweise die Begleitung der sogenannten "Aktvierung Spring". Das Flüsschen Spring bei Kerken wurde auf 450 Meter Länge wieder naturnäher gestaltet. Abgeflachte Böschungen, neu angelegte Steilufer und ein verschwenkter Gewässerverlauf schaffen Dynamik. Dabei bleibt die Gewässerunterhaltung weiterhin möglich, so dass für einen freien Wasserabfluss gesorgt ist. Hammans Anliegen ist es, andere, insbesondere seine Kollegen aus der Landwirtschaft, von den Vorteilen der Maßnahmen zur Gestaltung lebendiger Gewässer zu überzeugen.

"Herr Hammans, hat nicht nur ein großes Verständnis für die Renaturierung und Revitalisierung von Gewässern und legt ein großes Geschick bei der Auswahl der praktischen Maßnahmen an den Tag", sagte Minister Remmel bei der Auszeichnungsveranstaltung. "Er hat viele Berufskollegen, Grundstückseigentümer und Gewässeranrainer davon überzeugen können, dass man einer Natur- bzw. Kulturlandschaft die lebendigen Gewässer zurückgeben muss — und dass man dies auch kann, ohne die Wünsche der Menschen, die dort leben, missachten zu müssen."

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