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Viele helfende Hände nach Hochwasser in Erkrath: „Wir sagen Danke!“

Viele helfende Hände nach Hochwasser in Erkrath : „Wir sagen Danke!“

Es ist Zeit, DANKE zu sagen, findet der Verein „Erkrath hält zusammen“, der nun seit gut vier Wochen die Hilfsangebote zwischen Hochwasser-Geschädigten und denen, die helfen wollen, koordiniert.

„Wir möchten uns sowohl bei denen herzlich bedanken, die mit angepackt haben, als sich das Hochwasser rund um die Häuser zurückgezogen hat“, so Stefanie Perkuhn, erste Vorsitzende des Vereins, und fügt hinzu: „Wir konnten die Auf- und Ausräumarbeiten auf so viele Heferinnen und Helfer aus Erkrath und solche, die aus den umliegenden Städten, aber auch aus Dresden oder Bremen angereist sind, verteilen. Es wurden Keller und Erdgeschosse vom Schlamm freigeschaufelt, leergeräumt und bei der Entsorgung geholfen.“ Die Hilfebereitschaft sei riesig gewesen und den Betroffenen, die vor ihrem durchweichten, zerstörten Habe standen, hat es viel bedeutet, dass neben den offiziellen Hilfskräften auch viele Menschen aus Erkrath und im wahrsten Sinne des Wortes „Fremde“ tatkräftig mitangepackt haben, um die Folgen des Hochwassers zu beseitigen. Im Laufe der letzten Wochen meldeten sich immer wieder Menschen, die Hausrat spenden wollten, damit diejenigen ihr Inventar - von Tisch, Bett, Sofa und Sessel über Waschmaschine bis zu Herd, Kühlschrank und Küchenutensilien – das durch die Wassermaßen unbrauchbar gemacht wurde, ersetzen konnten. „Wir haben viele Anrufe und Emails erhalten, in denen uns Sachspenden angeboten wurden. Diese konnten wir dann direkt an diejenigen vermitteln, die sich an uns gewandt haben und ihren Bedarf mitgeteilt haben.“ Auch von verschiedenen Firmen gab es nützliche Sachspenden, die direkt an die Hochwasser-Geschädigten weitergeleitet wurden. So stifteten beispielsweise zwei Reinigungsbetriebe zwei Paletten mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln sowie Putzlappen und Besen. „Besonders letztere waren sehr schnell ausgegeben aus dem Lager in unserer Begegnungsstätte“, berichtet Monika Thöne, Leiterin der Begegnungsstätte Gerberstraße. „Einiges an Reinigungs- und Desinfektionsmittel ist noch da, das zu unseren Öffnungszeiten abgeholt werden kann.“ Auch neue Waschmaschinen wurden gespendet: Ein Unterfeldhauser Unternehmer-Ehepaar stellte einige Geräte direkt Menschen in Erkrath zur Verfügung, die Johanniter erhielten eine Sachspende der BSH Hausgeräte GmbH und das DRK Erkrath lieferte Waschmaschinen aus dem Fluthilfe Fond an vom Hochwasser Betroffene in Erkrath aus. Schulkinder, deren Computer und Laptops den Wassermassen zum Opfer fielen, wurden mit professionell aufbereiteten Rechnern ausgestattet, die eine IT-Firma rechtzeitig zum Schulstart zur Verfügung stellte. „Auch Geldspenden haben wir in einem unerwarteten Umfang erhalten“, zeigt sich Stefanie Perkuhn im Namen des ganzen Teams überwältigt, das Betroffenen mit Rat und Tat telefonisch, per Mail und auch im persönlichen Gespräch zur Seite steht. „Auch Vereine waren sehr kreativ und haben mit Benefiz-Veranstaltungen Spenden gesammelt,“ so Perkuhn, die noch auf ein Fußballturnier zugunsten der Hochwasser-Geschädigten hinweist: Am 27. Augsut trifft auf dem Vereinsgelände von Rhenania Hochdahl die Heimmannschaft auf die der Mitveranstalter, des SSV Erkrath und des SC Unterbach, sowie als „Special Guest“ eine Auswahl der „Fortuna All Stars“. Einige Großspenden haben der Wirtschaftskreis und Erkrather Unternehmen wie TimoCom und die Kreissparkasse Düsseldorf dem Verein zukommen lassen. Auch der Rotary Club Haan/Hilden und der Rotary Club Neanderthal sind mit im Boot. „Alle, die Geld gespendet haben, möchten den Menschen, die vom Hochwasser besonders schwer getroffen wurden mit den gespendeten Geldmitteln unbürokratisch helfen, um ihr verlorenes Hab und Gut, zumindest einen Teil davon, ersetzen zu können,“ drückt Stefanie Perkuhn im Namen des Vereins ihren Dank aus. „Wir kennen bereits viele etroffene, aber längst noch nicht alle. Bitte nehmen Sie dieses Hilfsangebot an und melden Sie sich, wenn finanzieller Bedarf besteht! Wir werden gemeinsam eine Lösung finden.“ Eine persönliche Beratung für vom Hochwasser Betroffene wird in der „Begegnungsstätte Gerberstraße“ zu folgenden Terminen angeboten: Donnerstag, 26. August und Dienstag, 31. August zwischen 17 und 19 Uhr.

Kontakt zum Verein „Erkrath hält zusammen“:
Telefonisch immer montags bis samstags von 9 bis 11 Uhr, sowie Montag und Donnerstag von 17 bis 19 Uhr unter Telefon 0211/54 24 95 65. Sprechen Sie sonst gerne auf den AB. Per E-Mail an nachbarschafthilfe@erkrath-haelt-zusammen.de.
Mehr Infos auf www.erkrath-haelt-zusammen.de.