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Fridays for Future in Erkrath: Mehr als 15 Stunden für die Umwelt

Fridays for Future in Erkrath : Mehr als 15 Stunden für die Umwelt

Wie bereits zum ersten ‚Markt der Bürgerbeteiligung‘, schloss sich auch die Fridays for Future Ortsgruppe Erkrath der Fortführung dieser Veranstaltung an.

Anlässlich des am 4. September landesweit ausgerufenen Streik zur Klimakrise, starte die Erkrather Ortsgruppe schon am Freitagabend gegen 19 Uhr mit einer 15-stündigen Mahnwache im Vorfeld zum Markt der Bürgerbeteiligung.

Am Abend motivierten einige Anwohner die Jugendlichen, durchzuhalten und allgemein weiter zu machen, auch wenn sie „von der Politik nicht allzu ernst genommen werden“. Die Nacht verlief bis auf starken Regen sehr ruhig und als die Bäcker und Läden öffneten, kamen auch wieder mehr Passanten, welche das Gespräch suchten sowie ein großes Lob aussprachen, dass die FFFler soviel Zeit für einen gerechten und generationsübergreifenden Klimaschutz investierten, vorallem da nun der Herbst eintrete, und es nach dem langen, warmen und vorallem dürren Sommer nun wieder schnell ziemlich kalt wird. Zu Tagesanbruch steigerten sich die Temperaturen allerdings wieder ein wenig.

  • Bürger befragen die Politik beim Markt
    Folgeveranstaltung am Hochdahler Markt : Konstruktiver Austausch zum Markt der Bürgerbeteiligung
  • Fridays for Future Erkrath beim Markt
    Engagement aus der Bürgerschaft : Markt der Bürgerbeteiligungen
  • Nicht ganz pünktlich, aber noch rechtzeitig
    Kundgebung auf dem Hochdahler Markt : Fridays for Future setzt erneut Zeichen

So waren die Erkrather Aktivisten auch schon am frühen Morgen am Hochdahler Markt präsent, während langsam alle anderen Initiativen und Parteien ihre Stände aufbauten. Im Rahmen der Interviews mit Sprechern der Initiativen kam auch Enya, Delegierte der FFF Erkrath, zu Wort. Im Interview verwies sie erneut darauf hin, dass es in Erkrath zwar keine Braunkohlekraftwerke gebe, es hier aber trotzdem einen Bezug zur Kohle existiert, da das Neandertal Museum seinen Strom vom Konzern RWE bezieht, welcher unter anderem den Tagebau Garzweiler betreibt. Desweiteren wurde in der späteren Diskussionsrunde mit Vertretern der Stadtrat-Parteien, die Frage aufgeworfen, wie denn die Parteien zu einem ständigen Sitz der Fridays for Future Ortsgruppe im Stadtrat stünden.

Tatsächlich waren die Antworten der Vertreter auf diese Fragestellung sehr vielfältig, von Zustimmung, über Bedenken und auch klarer Ablehnung. In diesem Kontext wurde auch die derzeitige Sprecherin der Fridays for Future Ortsgruppe, Enya, wiederholt zum Mikrofon gebeten. Sie verwies noch mal deutlich auf die Überparteilichkeit der Bewegung, sprach sich aber bezüglich der Errichtung eines Platzes im Stadtrat positiv gestimmt aus, sofern die Unparteilichkeit der jeweiligen Vertreter einer Bewegung oder Initiative gewahrt ist. Tatsächlich liegt dort gleichzeitig der Hase im Pfeffer begraben, wenn man so will. Denn viele Aktivisten haben tatsächlich eine Nähe zu Politik oder wählen ihren Weg hinein. Ungeachtet dessen ist und bleibt die Bewegung der Klimaaktivisten in der Ausrichtung neutral, da sie alle Parteien bemängelt, wenn sie (sich) nicht für das Klima entscheiden.