Kleintiere und Katzen bekommen ein neues Domizil Große Baumaßnahme im Tierheim Hilden

Hilden/Erkrath · Im Tierheim Hilden tut sich gerade so einiges: Das Kleintier- und das Katzenhaus werden saniert und es gibt eine neue Tierheimleitung.

„Die Unterbringung im Kleintierhaus war suboptimal“: Katja Müller (Leitung des Tierheims Hilden) zusammen mit Günter Dehnert (erster Vorsitzender des Tier- und Naturschutzverein Hilden e.V.).

„Die Unterbringung im Kleintierhaus war suboptimal“: Katja Müller (Leitung des Tierheims Hilden) zusammen mit Günter Dehnert (erster Vorsitzender des Tier- und Naturschutzverein Hilden e.V.).

Foto: nic

(nic) Kaninchen, Meerschweinchen und Co. mussten lange warten - ihr Zuhause im Tierheim Hilden ist in den letzten 30 Jahren in die Jahre gekommen und wird nun saniert. Die alten Gehege, teilweise noch aus Holz gebaut, sind angenagt oder fallen auseinander und sind außerdem schlecht zu reinigen. Doch damit ist jetzt Schluss. „Die neuen Gehege werden schöner, größer und aufgrund der verwendeten Baustoffe nun zukünftig auch besser zu reinigen sein“, sagt uns Günter Dehnert, erster Vorsitzender des Tier- und Naturschutzverein Hilden e.V.. Dazu wird ein großes Innengehege auf zwei Ebenen - eines für die Kaninchen, das andere für die Meerschweinchen - für die Gruppenhaltung und zur Vergesellschaftung gebaut.

Da von Zeit zu Zeit auch Wildtiere wie Tauben und Igel, Gäste im Tierheim sind, bekommen diese nun einen zusätzlichen separaten Raum für die Unterbringung und Versorgung. „Die Unterbringung in der Kleintierquarantäne und im Kleintierhaus war in der Vergangenheit immer suboptimal.“ Im zweiten Schritt soll nach Möglichkeit zeitnah oder in den nächsten Jahren noch die alte Dacheindeckung erneuert werden. „Hier muss erst noch geprüft werden, wie hoch am Ende die Gesamtkosten für die Baumaßnahme sind“, erklärt Günter Dehnert.

Als zweites Projekt wird voraussichtlich ab August das Katzenhaus umgestaltet. Die bisherige Krankenstation wird in zwei Räume unterteilt, um eine Schleuse erweitert und dann als Isolierstation genutzt. In der Quarantäne werden die alten Betongehege ausgerissen und durch Kunststoff-Gehege ausgetauscht. Auch die beiden neuen Isolierstationen werden mit Kunststoffgehegen ausgetauscht. Die Krankenstation wird in einen anderen Teil des Katzenhauses verlegt.

Die geschätzten Kosten für beide Projekte belaufen sich auf rund 200.000 Euro. Arbeiten, die der Verein in Eigenleistung verrichten kann, übernehmen die Vereinsmitglieder. Dennoch geht der Tier- und Naturschutzverein Hilden nun erst einmal in finanzielle Vorleistung und hofft, durch Spenden einen Teil der Kosten wieder reinzubekommen. 1150 Mitglieder gibt es zur Zeit, wovon rund 100 zu den Tierpaten zählen. Wer die Einrichtung finanziell unterstützen möchte, kann dies an das folgende Spendenkonto jederzeit tun:

Institut: Sparkasse HRV

IBAN: DE48 3345 0000 0034 3070 66

BIC: WELADED1VEL

Einen Wechsel gab es in der Leitung der Einrichtung: Katja Müller (53) ist seit dem 1. Juli die neue Tierheimleitung in Hilden. Die gebürtige Remscheiderin hat bereits im Tierheim Leverkusen, Marl und Remscheid in leitender Tätigkeit gearbeitet. „Ich bin hier sehr freundlich von allen Mitarbeitende aufgenommen worden und freue mich nun auf meine neuen Tätigkeitsfelder“, sagt uns Katja Müller im Gespräch. Derzeit läuft sie alle Stationen im Tierheim ab, um sich eine Gesamtübersicht zu verschaffen und natürlich um das Team kennenzulernen. Gelernt hat sie eigentlich drei Berufe: „Ich war zunächst Hauswirtschafterin, danach Friseurin und habe dann eine Umschulung zur Heim- und Pensionstierpflegerin gemacht.“ Sie ist außerdem Ausbilderin im Bereich Tierpflege und Mitglied im Prüfungsausschuss der IHK.

Wer mehr über das Tierheim Hilden erfahren möchte, kann einfach auf www.tierheim-hilden-ev.de klicken.

(nic)