Ein regionaler Schwerpunkt der Alarmierungen lag dabei im Bereich Sandheide und Hochdahler Markt, wo die Einsatzkräfte insgesamt elfmal gefordert waren. Meist handelte es sich hierbei um kleinere Brände, wie beispielsweise brennende Müllbehälter.
Der Rettungsdienst hatte insgesamt 22 medizinische Notfälle im Stadtgebiet zu verzeichnen. Erfreulicherweise war hier nur ein einziger silvesterbedingter Einsatz zu verzeichnen, welcher auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen war. Schwere Verletzungen durch Pyrotechnik blieben nach aktuellem Stand aus.
Hervorzuheben ist ein Brandereignis auf der Sandheider Straße, bei dem ein großer Müllsammelraum in Brand geraten war und die Flammen auf das angrenzende Mehrfamilienhaus überzugreifen drohten. Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste das Wohnhaus komplett geräumt werden. Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden.
Insgesamt wird die Lage deutlich ruhiger als im Vergleich zum vergangenen Jahr bewertet. Die positive Entwicklung und die spürbare Entspannung der Lage sind auf die konsequenten Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen von Polizei und Stadtverwaltung zurückzuführen.
Besonders hervorzuheben ist, dass es im gesamten Stadtgebiet keine Angriffe auf Einsatzkräfte gab. Die Helfer konnten durch die Unterstützung der Polizei ihre Arbeit ohne Behinderungen oder Gefährdungen durchführen.
Die Feuerwehr Erkrath hatte sich bereits im Vorfeld besonders schlagkräftig aufgestellt. Neben den sich im Dienst befindlichen hauptamtlichen Kräften feierten Einsatzkräfte aller drei ehrenamtlichen Löschzüge gemeinsam mit ihren Familienangehörigen auf der Feuer- und Rettungswache an der Bergischen Allee sowie im Feuerwehrgerätehaus an der Kreuzstraße in Alt-Erkrath. So konnte bei Einsätzen schnellstmöglich mit zahlreichen Kräften ausgerückt werden.
Zum Jahreswechsel hatte die Polizei in allen zehn Städten des Kreises Mettmann durch eine starke Präsenz für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gesorgt und hierbei aufkommende Auseinandersetzungen schon frühzeitig unterbunden. Insbesondere durch das Abbrennen von Pyrotechnik kam es im gesamten Kreisgebiet jedoch zu einer Vielzahl von vornehmlich kleineren Bränden. Vor allem Müllcontainer und Mülltonnen waren hier betroffen. Insgesamt wurde die Polizei zu solchen Einsätzen 89-mal alarmiert. In Wülfrath wurden in der Straße Am Sportplatz ein Auto und ein Carport durch einen Brand beschädigt, der vermutlich mutwillig durch einen Feuerwerkskörper ausgelöst wurde.
In mehreren Städten des Kreises musste die Polizei eingreifen, weil sich Feiernde gegenseitig körperlich angegangen hatten. Gegen die Personen wurden Platzverweise ausgesprochen - vereinzelt wurden die Beschuldigten auch für weitere Maßnahmen zur Polizeiwache gebracht.
Im weiteren Verlauf der Nacht kam es noch zu mehreren Einsätzen wegen Ruhestörungen. Zudem mussten im gesamten Kreisgebiet mehrere Personen medizinisch behandelt werden, weil sie durch Pyrotechnik verletzt worden waren.
So verlief die Silvesternacht in Erkrath: Aufgrund der Vorkommnisse in den vergangenen Jahren, als jugendliche Gruppen in Hochdahl Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei mit Pyrotechnik angegriffen und Sachbeschädigungen begangen hatten, hatte die Polizei ihre Präsenz in diesem Jahr insbesondere im Bereich der Sandheide deutlich erhöht und hierbei sogar Kräfte aus einer Einsatzhundertschaft zur Verstärkung hinzugezogen. Zusätzlich kontrollierten Kräfte des Verkehrsdienstes am Silvesterabend zahlreiche Verkehrsteilnehmende. Insgesamt waren somit mehr als 100 Einsatzkräfte der Polizei im Einsatz.
Bereits im Vorfeld der Silvesternacht hatte die Polizei in Zusammenarbeit mit der Stadt Erkrath Gespräche mit Jugendlichen gesucht, Jugendeinrichtungen und Schulen besucht und bei Social Media und in Hochdahl selbst Aufklärungsarbeit betrieben.
Im Laufe des Abends und der Nacht wurden Polizei und Feuerwehr zu einer Vielzahl von Einsätzen im Bereich des Hochdahler Markts und der Sandheide gerufen. Unter anderem setzten Jugendliche augenscheinlich gezielt Müllcontainer in Brand. In einem Fall wurde ein Stromverteilerkasten in Brand gesetzt, weshalb ein Mehrfamilienhaus geräumt werden musste. Der Brand drohte auf die Fassade überzugreifen. Die Polizei nahm zahlreiche Personalien auf und erteilte insgesamt 49 Platzverweise.
Die Einsatzkräfte konnten in Erkrath am Silvesterabend zudem bei einem Minderjährigen zwei Schreckschusswaffen sicherstellen, mit denen Schüsse abgegeben wurden. Gegen eine weitere Person, die mit Pyrotechnik auf ein Einsatzfahrzeug gezielt hatte, wurde ein Platzverweis ausgesprochen und ein entsprechendes Verfahren eingeleitet. Aufgrund der massiven Polizeipräsenz und durch das frühzeitige Einschreiten bei entsprechenden Beobachtungen konnten größere Problem- oder Schadenslagen verhindert werden. Verletzte Polizistinnen, Polizisten oder Einsatzkräfte der Feuerwehr gibt es nicht.