Hintergrund ist die schwierige Vermarktung der Neanderhöhe als Gewerbefläche. Seit Jahren versucht die Stadt, das Gelände zu verkaufen. Zwei ernsthafte Interessenten sind bereits abgesprungen. Gleichzeitig stehen für Geländegestaltung und Erschließung weitere Millionenausgaben im Raum.
„Die Neanderhöhe darf nicht weitere Jahre ungenutzt bleiben, während die Stadt auf mögliche Gewerbesteuer in der Zukunft hofft“, erklärt Markus Lenk, Fraktionssprecher der Linken Erkrath. „Wir schlagen eine pragmatische Zwischennutzung vor: kommunaler Solarstrom für städtische Gebäude, betrieben durch die Stadtwerke.“ Nach überschlägigen Berechnungen könnten, laut den Erkrather Linken, auf der rund 3,5 Hektar großen Fläche etwa 4,5 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden. Würde dieser Strom für kommunale Gebäude genutzt, könnten die Stromkosten der Stadt deutlich sinken, sind sich die Linken einig. Bei einem angenommenen Preisvorteil von 11 Cent pro Kilowattstunde ergäbe sich eine Entlastung von rund 495.000 Euro im ersten Jahr. Über zehn Jahre wären es rund 4,86 Millionen Euro.
„Das ist keine fertige Planung, sondern eine seriöse Prüfaufgabe“, so Lenk. „Aber die Größenordnung zeigt: Die Fläche kann einen echten Beitrag zur Haushaltssicherung leisten.“ Eine Photovoltaikanlage würde die Fläche nicht dauerhaft versiegeln. Eine spätere gewerbliche Entwicklung bliebe grundsätzlich möglich.
Die Linke fordert deshalb, dass die Verwaltung gemeinsam mit den Stadtwerken ein Konzept, eine Wirtschaftlichkeitsrechnung und mögliche Auswirkungen auf das Haushaltssicherungskonzept vorlegt. „Unser Vorschlag verbindet Haushaltssicherung, Klimaschutz und kommunale Daseinsvorsorge“, sagt Markus Lenk. „Die Neanderhöhe sollte nicht länger totes Kapital sein. Sie kann für Erkrath arbeiten.“