Omas gegen Rechts: Aufstehen und Haltung zeigen

Omas gegen Rechts : Aufstehen und Haltung zeigen

Heike Linnert (61 Jahre) hat im März Haltung gezeigt, als 60 Neonazis der Partei „Der III. Weg“ durch die Mettmanner Innenstadt marschierten. „Omas gegen Rechts“ stand auf ihrem Plakat, mit dem sie den unerwünschten Demonstranten Paroli bot. Seit dem Tag ist sie nicht mehr alleine mit ihrer Meinung.

„Wir sind eine antifaschistische Bewegung mit vornehmlich älteren Damen und Herren aus dem gesamten Kreis Mettmann, die sich im April offiziell gegründet haben“, so Linnert. Demonstriert wird allerdings nicht nur gegen rechte Hetze, sondern auch für Seenotrettung, gegen Gewalt an Frauen und Kindern, gegen den Klimawandel und gegen Atomkraft. „Wir möchten mit unseren Aktionen andere Bürger wachrütteln, das Bewusstsein stärken und Zivilcourage zeigen“, so die Seniorin. Zur Gründungsveranstaltung kamen damals fünf Damen aus dem Kreis Mettmann. Seitdem wächst die Gruppe stetig. „Dabei sollen sich die Herren von unserem Namen bitte nicht abschrecken lassen. Auch Opas sind bei uns herzlich willkommen“, so Linnert.

„Omas gegen Rechts“ in Deutschland wurde am 27. Januar 2018 auf Facebook gegründet, inspiriert von der schon seit November 2017 in Wien/Österreich existierenden Gruppe Omas gegen Rechts. Es ist eine zivilgesellschaftliche überparteiliche Initiative, die sich in den politischen Diskurs einmischen will. Mit augenfälliger Symbolik erheben ältere Frauen, so genannte Omas, ihre Stimme zu den gefährlichen Problemen und Fragestellungen der heutigen Zeit. Willkommen sind aber auch Opas, Kinder, Enkelkinder und Freunde. „Wir setzen uns ein für eine demokratische, rechtsstaatlich organisierte, freie Gesellschaft.“ Wer mitmachen möchte, kann sich per Mail an die Kreis Mettmann Ortsgruppe wenden (omasgegenrechts.me@gmail.com). „Wir freuen uns jederzeit über Verstärkung“, so Heike Linnert abschließend.

(nic)