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Claudia Birkheuer - Künstlerin aus Hochdahl: Auch Corona stoppt sie nicht

Claudia Birkheuer - Künstlerin aus Hochdahl : Auch Corona stoppt sie nicht

Was macht eigentlich Claudia Birkheuer? Die bekannte Künstlerin aus Hochdahl ist keineswegs in Corona-Lethargie verfallen. Ganz im Gegenteil...

Äußerst produktiv war sie in den letzten Monaten. Dabei scheint sie immer mehr Gefallen an der schreibenden Kunst zu haben. Zwei Romane mit den Titeln „Die Karriere der Christina Siemon“ und „Seven“ sind in den letzten zwei Jahren erschienen (wir berichteten). „Gerade schreibe ich an meinem dritten Roman, der den Titel ‚Die Insel’ trägt“, berichtet sie uns. 120 Seiten sind schon geschrieben. Natürlich handelt der Plot von Begegnungen in der Künstlerszene und die Protagonistin ist diesmal ein junges Mädchen, mit dem Namen Anna. Sie kommt als uneheliches Kind zur Welt und wächst bei ihrer Mutter auf, die als Kneipenwirtin arbeitet. Das Mädchen ist künstlerisch sehr talentiert und zeichnet wunderschöne Bilder. Eines Tages wird ein Gast, der bei Joseph Beuys studiert hat, auf sie aufmerksam, bringt sie dazu, all ihre Zelte abzubrechen und von Zuhause abzuhauen. Auf ihrer Reise verschlägt es sie dann auf die Insel Fuerteventura und von dort an nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Mehr sei jedoch an dieser Stelle nicht verraten.

Wer Claudia Birkheuer kennt, der weiß auch, dass in ihrem Atelier in der „Püttbach-Schmiede“ wunderschöne Bilder entstehen, für die die renommierte Künstlerin mehrfach ausgezeichnet wurde. Einmal im Jahr, zum Trillser Straßenfest, öffnet sie ihren kreativen Schaffensort für die Bürger. „Leider musste das Straßenfest in diesem Jahr durch Corona ausfallen“, bedauert die Künstlerin. Dennoch verrät sie uns, dass sie keineswegs untätig war und viele, farbenfrohe großformative Bilder gemalt hat. So auch übrigens das Cover für ihren dritten Roman (siehe Foto). Die Galerie Kunstwerk Düsseldorf schreibt über Claudia Birkheuer: „Mit ihrer besonderen Sichtweise und Darstellung steht sie ganz in der Tradition der gesellschaftskritischen Maler Otto Dix, George Grosz und Max Beckmann und zeigt uns, dass es wieder nötig ist, den zunehmend unreflektierten Alltagstrott zu stören und ein neues Bewußtsein einzufordern.“ Zwei Werke, die während der Corona-Pandemie aktuell entstanden sind, tragen die Titel  „Nachts sind alle Katzen grau“ und „Beste Freunde“. „Mir war es diesmal wichtig, Szenen aus der Nacht zu malen und wie der Betrachter leicht erkennt, ist darin eine gewisse Melancholie enthalten. Eine großartige Herausforderung.“

 „Beste Freunde“ von Claudia Birkheuer.
„Beste Freunde“ von Claudia Birkheuer. Foto: privat

Über die Künstlerin
Claudia Birkheuer, geboren 1955 in Düsseldorf, studierte Germanistik sowie Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaften in Mainz und Düsseldorf mit dem Abschluss „Magistra Artium“. Nach ihrem Studium war sie zwanzig Jahre als freie Journalistin für Rundfunk, Fernsehen und Printmedien tätig. Seit 1997 arbeitet sie als freischaffende Kunstmalerin mit Atelier in der „Püttbach-Schmiede“ in Hochdahl.

 „Nachts sind alle Katzen grau“ von Claudia Birkheuer.
„Nachts sind alle Katzen grau“ von Claudia Birkheuer. Foto: privat
(nic)