Dreimal Theaterleben pur

An den letzten beiden Wochenenden hieß es bei Spotlight wieder "Vorhang auf und Bühne frei!".

Eine Empfangshalle, das Telefon klingelt, die Haushälterin Mrs. Clackett betritt den Raum mit einem Teller Sardinen. Noch glaubt der Zuschauer, ein ganz normales Stück zu sehen. Doch plötzlich ist Mrs. Clackett unsicher: "Ich nehme die Sardinen mit? Oder nein! Ich lasse die Sardinen stehen." Eine Stimme aus dem Off: Der Regisseur meldet sich zu Wort. Es wird klar, der Zuschauer ist im Theater — bei der Generalprobe. Mit viel Witz geht diese über die Bühne. Doch es kommt noch besser.

Im zweiten Akt ist der Zuschauer plötzlich hinter der Bühne. Die Vorstellung läuft, aber was passiert Backstage? Endlich erfährt der Zuschauer, warum Darsteller manchmal nicht auftreten können oder wieso gelegentlich Geräusche zu hören sind, die nicht zum Stück gehören. Im dritten und letzten Akt — zu dem das sehr aufwendige Bühnenbild erneut komplett gedreht wird — versinkt die letzte Aufführung, die Dernière, schließlich im Chaos. Vor ausverkauftem Haus zeigte die Theatergruppe Spotlight "Der nackte Wahnsinn".

Ein Stück, das für viele Lacher bei den begeisterten Zuschauern sorgte. Und manch' einer stellte sich hinterher die Frage: Passiert so etwas wirklich am Theater? "Wie bei jeder Satire ist sicherlich das ein oder andere überspitzt gezeigt worden, aber glauben Sie uns, wir haben uns in diesem Stück mehr als einmal wiedergefunden", erläutert Michael Kastner, der zusammen mit Alexander Zacharias Regie geführt hat. Jetzt heißt es bei Spotlight erst einmal "Sommerpause". Im September geht es dann wieder los. Wer Lust hat, beim nächsten Stück mit auf der Bühne zu stehen, kann sich bei Spotlight melden: www.spotlight-theater.de.

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