Aufwendiger Einsatz für THW und Feuerwehr in Erkrath Baukran stürzt auf Gebäude

Alt-Erkrath · Ein tonnenschwerer Baukran stürzte am frühen Abend des 10. März in Erkrath auf den Rohbau eines Gebäudes. Die am Kran befestigte Last – mehrere Paletten Gipskartonplatten mit einem Gesamtgewicht von rund zwei Tonnen – krachte dabei auf das Dach eines dahinterliegenden Eckhauses und stürzte anschließend zu Boden. Der Kranhaken blieb in einer Dachkante des Hauses hängen.

Foto: THW OV Erkrath

Um 17.48 Uhr wurde der Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) aus dem Ortsverband (OV) Erkrath durch die Feuerwehr Erkrath mit dem Stichwort „Baukran auf Gebäude“ alarmiert. Nach einer gemeinsamen Erkundung mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr wurde entschieden, den verunfallten Kran zunächst gegen weitere Bewegungen zu sichern. Parallel begannen erste Abstimmungen zur Demontage des freischwebenden Kranauslegers.

Foto: THW OV Erkrath

Zur Unterstützung wurden weitere Einsatzkräfte des THW OV Erkrath aus dem Zugtrupp sowie der ersten und zweiten Bergungsgruppe alarmiert. Zusätzlich rückte die Führungsunterstützung aus dem OV Velbert an. Parallel dazu wurde ein Baufachberater aus dem THW OV Witten hinzugezogen. Damit die Einsatzstelle auch in der Nacht sicher bearbeitet werden konnte, brachte der OV Heiligenhaus-Wülfrath einen Lichtmastanhänger an die Einsatzstelle. Für die umfangreichen Sicherungsarbeiten wurden außerdem der Mobilkran aus dem THW OV Mönchengladbach sowie die Einsatzkomponente Abstützsystem Holz (ASH) aus dem THW OV Mülheim nachgeführt.

Gemeinsam installierten die Einsatzkräfte eine stabile Holzabstützung unter dem Drehkranz des Krans, um die rund 50 Tonnen schwere Konstruktion gegen unkontrolliertes Verrutschen zu sichern. Diese Maßnahme konnte in den frühen Morgenstunden des 11. März abgeschlossen werden.

Um 9 Uhr übernahm der Zugtrupp des THW OV Hilden für das THW die Einsatzstellenführung. Aufgrund der komplexen Lage entschieden Feuerwehr und der THW-Baufachberater aus dem OV Wuppertal, den Kran zusätzlich am Gebäude zu verankern. Diese Arbeiten erfolgten mit Unterstützung durch Kräfte aus den THW OVs Heiligenhaus-Wülfrath, Wuppertal und Hilden. Nachdem die aufwendige Verankerung des Krans samt Ausleger abgeschlossen war, konnte der über dem Nachbarhaus schwebende Ausleger mithilfe eines Mobilkrans aus dem THW OV Mönchengladbach angeschlagen und gesichert werden. THW und Feuerwehr arbeiteten dabei eng zusammen, unterstützt durch eine Drehleiter sowie einen Teleskopmast der Feuerwehren aus Haan und Erkrath.

Gegen 17 Uhr waren die Sicherungsmaßnahmen so weit abgeschlossen, dass mit der Demontage des Auslegers begonnen werden konnte. Mithilfe einer Sauerstoff-Kernlanze des THW OV Wuppertal wurde der Ausleger aus dem Teleskopmast der Feuerwehr Haan heraus abgetrennt. Die Demontage- und Sicherungsmaßnahmen konnten gegen 22.30 Uhr erfolgreich beendet werden. Das enge und vertrauensvolle Zusammenspiel der verschiedenen THW-Ortsverbände und der Feuerwehren war der Schlüssel dafür, dass der komplexe technische Einsatz trotz aller Herausforderungen sicher und geordnet zu Ende geführt werden konnte.

David Kemper (Zugtruppführer THW OV Velbert) unterstreicht dies: „Dieser Einsatz zeigte einmal mehr, wie hervorragend die Zusammenarbeit zwischen den eingesetzten Ortsverbänden des THW funktioniert und wie wichtig sie für eine reibungslose Abarbeitung des Einsatzauftrags ist.“ Und auch Bodo Schadrack (Zugtruppführer THW OV Erkrath) teilt diese Erfahrung: „Durch die gute Zusammenarbeit – insbesondere mit den Sondereinheiten der Feuerwehr und des THW – konnte der Kran gesichert und die Gefahr gebannt werden. Trotz der schwierigen Lage konnte der Einsatz zügig beendet werden.“