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Die drei jungen Wisentdamen müssen sich noch eingewöhnen: Neuzugänge im Eiszeitlichen Wildgehege Neandertal

Die drei jungen Wisentdamen müssen sich noch eingewöhnen : Neuzugänge im Eiszeitlichen Wildgehege Neandertal

Endlich ist es soweit: Im Eiszeitlichen Wildgehege des Kreises Mettmann im Neandertal sind drei neue Wisente eingetroffen.

Die Jungkühe Destiny, Eggerella und Eggeregen wurden am Freitag mit einem gemeinsamen Tiertransport in ihre neue Heimat zur neuen Wisentzuchtanlage nach Erkrath gebracht.

Die drei Neuen sind rund 16 Monate alt. Destiny stammt aus dem Tierpark Springe bei Hannover, die beiden anderen aus dem Wisentgehege Hardehausen bei Warburg. In der Zukunft, so die Planung des Kreises Mettmann als Gehege- und Zuchtbetreiber, sollen die jungen Damen für Neandertaler Nachkommen sorgen und so zum Schutz dieser großen Wildtierart beitragen. Der Einzug eines Wisentstiers und damit der Wiederbeginn einer langen Tradition der Wisentzucht im Neandertal steht allerdings erst in mehreren Jahren an.

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Bis dahin müssen sich die drei jungen Wisentdamen erst aneinander und an ihre neue Umgebung gewöhnen. In den nächsten Wochen werden sie zunächst in der hellen und geräumigen Stallanlage und dem Vorgehege bleiben. Die Anlage ist so konzipiert, dass die Tiere täglich den eingebauten Treibgang durchlaufen sollen, in dem sie später gefahrlos untersucht und behandelt werden können. Um das Training der Tiere bestmöglich gestalten zu können, unterstützt ein Fachmann für Zootiermanagement die vier Gehegemitarbeiter.

Der neue Wisentstall ist Teil des geplanten Neandertalhofes, der das Kernstück der Attraktivierung des Wildgeheges im Neandertal ist. Die artgerechte Wisentzuchtanlage inklusive Nebengebäude und Außenflächen wurde in den letzten Wochen fertiggestellt. Hinzukommen wird noch ein Multifunktionsgebäude, das als Standort für die Hegemeister, Basisstation für die Teilnehmer am freiwilligen ökologischen Jahr und als Anlaufstation für Umweltbildungsangebote des Wildgeheges und der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises dienen soll. Aber bis das Gebäude bezugsfähig ist, wird es wohl noch etwas dauern. Der Baubeginn ist für 2023 geplant.

In den nächsten Wochen können die Tiere zunächst auf der neuen Wisentweide bewundert werden. Bäume und Hecken dienen der Beschattung und dem Rückzug der Tiere und fördern die Artenvielfalt im Gehege. Mit einem Sandplatz und „Kratzbäumen“ ist für die wohlige Fellpflege der Großsäuger gesorgt. Von der oberen Aussichtsplattform wird dies sicherlich bald gut erlebbar sein.

Auch der barrierearme Rundweg um das neue Wisentgehege wird in Kürze ergänzt, so dass die Wisente dann bald von allen Seiten bewundert werden können. Sobald sich die Tiere eingewöhnt haben, die letzten Restarbeiten abgeschlossen sind und die Tiere die großen neuen Weiden beweiden, wird es auch einen offiziellen Eröffnungstermin mit vielen weiteren Informationen geben.

Seit 2011 ist der Kreis Mettmann Betreiber des Wildgeheges. Der Naturschutzverein Neandertal e.V., der in den 1930er Jahren das Eiszeitliche Wildgehege und das alte Neanderthal Museum gründete, fühlt sich der Wisentzucht im Neandertal jedoch nach wie vor in besonderer Weise verbunden und hat deshalb den Kauf und Transport der Wisente sowohl tatkräftig als auch finanziell unterstützt.