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Erkrath in Zeiten der Coronakrise: Sicher durch bewegte Zeiten

Erkrath in Zeiten der Coronakrise : Sicher durch bewegte Zeiten

Die Coronakrise bestimmt unseren Alltag. Auch im Erkrather Rathaus. Wir sprachen mit Bürgermeister Christoph Schultz über den „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“ der sich in diesen bewegenden Zeiten regelmäßig trifft und unsere Stadt sicher durch die derzeitigen bewegten Zeiten führt.

Lokal Anzeiger Erkrath: Wie viele Mitglieder hat der „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“ und welche Institutionen  sind dort vertreten?

Bürgermeister Christoph Schultz: „Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Erkrath umfasst aktuell circa 15 Mitglieder – darunter befinden sich neben dem Bürgermeister derzeit die Verwaltungsspitze, der Leiter der Feuer- und Rettungswache sowie jeweils Vertreter aus den Fachbereichen Personal, Einwohner und Ordnung, Jugend, Soziales sowie der Pressestelle. Die Zusammensetzung des Stabs variiert je nach Lage und ist neben den ständigen Mitgliedern mit dem der jeweiligen Krisensituation entsprechenden Fachpersonal zu besetzen.

Wann hat der Stab zuletzt vor Corona getagt?

Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse trat zuletzt bei den verheerenden Brandanschlägen auf die Kita Lummerland und die Grundschule Sandheide zusammen.

Wie oft in der Woche tagt der Stab zur Zeit und wo trifft er sich in Zeiten von Corona?

Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse hält sich täglich für kurzfristig einberufene Sitzungen bereit, um bei einer entsprechenden Lage-Änderung beziehungsweise Empfehlungen des Krisenstabes des Kreises Mettmann schnell handeln zu können. Die Sitzungen finden je nach Teilnehmerzahl im kleinen oder großen Sitzungssaal des Rathauses statt. Zurzeit trifft sich der Stab für außergewöhnliche Ereignisse ein bis zweimal pro Woche zur allgemeinen Lagebesprechung.

Wer hat die Leitung?

Die Leitung hat der Bürgermeister. In seiner Abwesenheit übernimmt diese der Erste Beigeordnete.

An wen berichtet der Stab für außergewöhnliche Ereignisse und wird davon auch alles an die Bevölkerung/Stadtrat kommuniziert?

Der Krisenstab des Kreises Mettmann teilt seine Ergebnisse beziehungsweise Handlungsempfehlungen den kreisangehörigen Städten mit, die anschließend für die Umsetzung in der jeweiligen Kommune zuständig sind. Informationen über die aktuelle Lage sowie getroffenen Maßnahmen werden sowohl vom Kreis Mettmann, als auch von der jeweiligen Kommune umgehend über die bekannten Kanäle an die Öffentlichkeit weitergegeben.

Unter welchen Bedingungen wird zur Zeit in der Stadtverwaltung gearbeitet? Welche Abteilungen können ins Homeoffice wechseln und welche müssen vor Ort sein?

Die gesamte Stadtverwaltung wurde zum Schutze der Bevölkerung, des Personals sowie zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes bis auf Weiteres auf den Notbetrieb umgestellt. Die Gebäude bleiben für die Öffentlichkeit geschlossen, aber alle Bereiche sind über Telefon und E-Mail weiterhin erreichbar. Persönliche Termine werden jedoch nur für bestimmte Anliegen mit hoher Priorität vereinbart. Anfragen ohne Dringlichkeit werden in den kommenden Wochen zurückgestellt.

Zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes und Entzerrung innerhalb der Verwaltung wurden mehrere Homeofficeplätze eingerichtet. Dabei werden allerdings keine kompletten Abteilungen ins Homeoffice geschickt. Pro Abteilung erfolgte eine Prüfung, inwieweit Homeoffice eingerichtet werden kann und welche Mitarbeitenden mit ähnlichen Aufgabenbereichen und entsprechenden Voraussetzungen sich in einem zwei Wochen-Rhythmus mit der Arbeit von Zuhause aus abwechseln können. Dies erfolgt insbesondere unter Berücksichtigung besonders gefährdeter Personengruppen wie chronische Kranke sowie Risikogruppen. Durch den Wechsel sollen vor allem bisher genutzte 2er-Büros zu Einzelbüros werden.

Halten sich die Erkrather an die Verordnungen der Bundesregierung? Wie ist der derzeitige Sachstand?

Abgesehen von wenigen einzelnen Verstößen halten sich insgesamt gesehen die Erkrather an die Verordnung. Das Ordnungsamt steht hierzu im täglichen Austausch mit der Polizei, die über den Polizei-Sonderdienst eine grundsätzliche Bereitschaft zur Unterstützung zugesagt hat. (nic)