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Förderverein MS-Treff Erkrath veranstaltet Informationsveranstaltung mit Dr. Nils Richter: 90 Prozent der Cannabis-Anträge von Kassen abgelehnt

Förderverein MS-Treff Erkrath veranstaltet Informationsveranstaltung mit Dr. Nils Richter : 90 Prozent der Cannabis-Anträge von Kassen abgelehnt

Die Leiterin der MS-Selbsthilfegruppe, sowie Behindertenbeauftragte der Stadt Erkrath, Marion Kremerius, begrüßte kürzlich zum siebten Mal Multiple-Sklerose-Erkrankte, Angehörige und Interessierte zu einer Informationsveranstaltung.

Im sehr gut besuchten Bürgerhaus in Hochdahl, kamen wieder mehr als 160 Zuhörer, die aufmerksam den Ausführungen von Dr. Nils Richter folgten.

Der Abend war wieder ein sehr informativer. Dr. Richter, ein in Düsseldorf praktizierender Neurologe, stellte in seinem Vortrag neue und bewährte MS-Medikamente im Vergleich vor. Statistische Erfahrungen mit den Wirkungsweisen und den neuesten Stand der Forschung aus der Praxis wurden von ihm dargestellt.

Dieses Jahr legte er besonderen Wert auf die genauere Betrachtung der engmaschigen Kontrolle der Behandlungen, der frühen Erkenntnis ernster Nebenwirkungen und deren möglichen Vermeidung. Sein Vortrag war verständlich, nie zu wissenschaftlich und wurde deswegen von den Zuhörern wissbegierig aufgesogen.

Der Themenkomplex Cannabis trifft MS wurde natürlich mit Spannung erwartet, wäre dies doch für viele Betroffene eine große Erleichterung, doch es bestätigte sich, trotz Legalisierung aus medizinischen Gründen, blocken die Krankenkassen. Er referierte, dass zurzeit circa 90 Prozent der Anträge auf Cannabis von den Krankenkassen abgelehnt werden.

Auch MRT-Untersuchungen und den nicht ganz unumstrittenen Kontrastmitteln waren Thema. Fragen wurden sowohl vom Neurologen als auch Betroffenen zu jedem Thema ausgetauscht und geklärt.

Verschiedene Pharmazieunternehmen hatten im Foyer Stände mit Informationsmaterial aufgebaut und natürlich war auch der Stand des Fördervereins "MS-Treff Erkrath e.V." vertreten, mit vom Landesverband der DMSG ausgebildeten Betroffenen Berater und Mitgliedern der MS-Selbsthilfegruppe. Hier konnte man sich zum Abschluss noch mit allen bei einem kleinen Imbiss weiter informieren, austauschen und miteinander fachsimpeln.