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Das passiert mit dem alten REWE-Gelände

Das passiert mit dem alten REWE-Gelände

Auf dem Gelände des ehemaligen REWE-Zentrallagers an der Gerresheimer Landstraße sollen bis 2017 rund 300 Wohneinheiten entstehen.

(nigo) Das 5,2 Hektar große Gelände des ehemaligen REWE-Zentrallagers an der Gerresheimer Landstraße liegt brach. Es wird nicht mehr genutzt, die Bausubstanz ist marode und verfällt zusehens. Das Gelände hat etwas von einem Schandfleck an sich — doch dem soll jetzt auf den Putz gerückt werden.

Die ehemals als Logistikstandort genutzte Fläche wird heute für die gewerbliche Nutzung nicht mehr benötigt. Deswegen soll dort nun eine Wohnsiedlung entstehen, die sowohl aus Einfamilienhäusern als auch aus Geschosswohnungen besteht. Insgesamt sollen so 317 Wohneinheiten entstehen. Von Dezember 2013 bis März des vergangenen Jahres gab es bereits insgesamt drei öffentliche Veranstaltungen, auf denen Bürger ihre Anregungen und Ideen für die Entwicklung des Geländes einbringen konnten. Nun liegt der Stadt Düsseldorf ein konkreter Entwurf vor, der als Grundlage für die Bebauung des Geländes dienen soll. Am vergangenen Mittwochabend wurde der den Unterbacher Bürgern vorgestellt.

Entlang der Gerresheimer Landstraße sollen neben Wohnbebauung auch eine Kindertagesstätte, verschiedene Cafés sowie Arztpraxen entstehen. Im Anschluss daran soll sich streifenförmig weitere Wohnbebauung entwickeln, die städtebauliche Struktur sieht hierbei zwei- bis dreigeschossigen Geschosswohnungsbau und Reihenhäuser vor. Entlang der Erkrather Straße sollen drei dreigeschossige Gebäuderiegel das Wohnquartier vor dem Verkehrslärm schützen. Zur Straße hin sollen die Gebäude entsprechend geschlossen gestaltet werden, auf der gegenüberliegenden Seite dafür aber große Fenster, Balkone und Terrassen haben.

Die Planer gehen davon aus, dass mit den ersten Einzügen ins neue Quartier 2016 oder 2017 gerechnet werden kann. Damit werde dann auch der Bedarf an Betreuungs- und Schulplätzen steigen, geben die Planer in ihren Plänen an. Deswegen werde derzeit eine Erweiterung des Geländes der Carl-Sonnenschein-Grundschule nach Norden hin geprüft, so die Stadt Düsseldorf. Das steht jedoch noch nicht fest — derzeit ist die Fläche nördlich der Schule noch als landwirtschaftlich genutzte Fläche in den Plänen vorgesehen.

Die Unterbacher sorgen sich derzeit vor allem um die Parkplatzsituation im Stadtteil, fürchten, dass die Neubürger ihnen die Stellplätze wegnehmen könnten. Geplant ist ein Stellplatz pro Wohneinheit, jedem Einfamilienhaus werden 1,5 Parkplätze zugeordnet. Hinzu kommt je ein Besucherstellplatz für vier Wohnungen.