Nachlese Bis das der Tod...

Alt-Erkrath · Zum Saisonende 2025/2026 kam das Tourneetheater Thespiskarren mit dem Schauspiel „Bis das der Tod“ in die Stadthalle Erkrath. Eine düstere Kriminalkomödie, die aber dennoch einige Lacher generierte. Nach einer Saison mit acht Theaterstücken und sieben Kabarettisten ist jetzt erst einmal eine Pause bis September angedacht.

Szenenfoto aus "Bis das der Tod".

Foto: Hendrick Nix

Zum letzten Stück kamen an die 380 Zuschauer in die Stadthalle. Ein gutes Ergebnis, hatte man doch den Eindruck, dass sich in der vergangenen Saison die Besucherzahlen ein wenig gesteigert hätten. Beim Kabarett kam das Kulturamt gefühlt mit den Highlights „Ehrin“g und dem Düsseldorfer Kom(m)ödchen mit vollen Häusern auf ihre Kosten.

Zum Inhalt des Theaterstückes: Die Unternehmerin Helena muss auf schmerzliche Weise erfahren, dass Geld allein nicht glücklich macht. Hatte ihr Gatte Gregor sie nur ihres Vermögens wegen geheiratet und finanzierte auf ihre Kosten seinen luxuriösen Lebenswandel. Wichtig für Gregor sind weder der Kinderwunsch seiner Frau noch einige weitere Bedürfnisse. So bleibt ihr nicht anderes übrig, als bei Pascal, Gregors bestem Freund Trost zu finden. Helena, die die Scheidung anstrebt beißt bei Gregor auf Granit, da er die Hälfte des Vermögens beansprucht, welche sich auf elf Millionen Euro beläuft.

Also kommt letztlich nur ein Mord in Frage. Helena, die juristisch nicht gegen Gregor gewinnen kann, muss das Problem auf andere Weise lösen. Aber auch Gregor, der sterben soll, hegt längst andere Mordpläne, die er seinem Freund Pascal anvertraut. Gregor erpresst Pascal, der verschuldet ist und einen Ruf zu verlieren hat. Helena beabsichtigt Pascal in ihren Racheplan an Gregor einzubeziehen. Zunächst scheint Pascal unschlüssig zwischen den Fronten zu stehen, doch er stimmt schließlich zu. Gregor und Helena ahnen aber nicht, dass Pascal längst eigene Ziele verfolgt.

Helena unternimmt mit ihrer aufgekratzten Cousine Yvette ein Erholungswochenende in Mailand und Gregor einen Golfausflug. Währenddessen will Pascal einen Einbruch mit anschließender Ermordung beider Eheleute inszenieren, um das volle Erbe zu kassieren, da er sich von der ahnungslosen Geliebten ins Testament hat setzen lassen.

Wie so häufig kommt alles anders, als man denkt. Der Auftragskiller entpuppt sich als ehemaliger Schulfreund von Helena und Yvette stört auf der Suche nach ihrem Autoschlüssel den Ablauf der Ereignisse. Schlussendlich gibt es vier Leichen und kein Happy End. Oder doch?

Die Zuschauer in der Stadthalle wurden zum Finale der Theatersaison vorzüglich unterhalten. Es ist kaum zu glauben, wie lustig morden sein und das Publikum zum Lachen animieren kann. Die Schauspieler waren allesamt in bester Verfassung und unterhielten die Zuschauer grandios als Team. Hier muss man allerdings ausnahmsweise eine kleine Einschränkung machen. Elisabeth Ebner, die die aufgekratzte Cousine von Helena, Yvette, spielt, rockte die Bühne. Um es vorauszuschicken, sie war die Einzige, die überlebte. Das ganze Stück hatte einen sehr hohen Unterhaltungswert.

Info

Auch wurde schon das Programm für die Theater- und Kabarettsaison 2026/2027 angekündigt:

Theater

9. September, „Außer Kontrolle“, Kriminalkomödie

14. Oktober, „Eingeschneit“, Komödie

15. November, „Es ist nur eine Phase, Hase“, Komödie

9. Dezember, „Fisch sucht Fahrrad“, Komödie

27. Januar, „Der Buchspazierer“, Unterhaltungsstück

24. Februar, „Spiel gewinnt“, Komödie

17. Februar, „Eingeschlossene Gesellschaft“, Komödie

28. April, „Blind Date mit dem Leben“, Schauspiel

Kabarett

25. September, Jürgen Becker mit „Deine Disco“

11. Oktober, „Landespolizeiorchester NRW“, Benefizkonzert für das Franziskushospiz Hochdahl

29. Oktober, Marc Weode mit „Magier des Monats“

26. November, Tony Bauer mit „Fallschirmspringer“

18. Dezember, Konrad Beikircher mit „Arriverderci“

28. Januar, Die Feisten mit „Familienfest“

26. Januar, William Wahl mit „wahlweise“

12. März, Ingo Appelt mit „Männer nerven stark“

23. April, Hagen Rether mit „Liebe“