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Seminar für Senioren in der Stadthalle Erkrath: „Altwerden ist nichts für Feiglinge“

Seminar für Senioren in der Stadthalle Erkrath : „Altwerden ist nichts für Feiglinge“

Die Komödie „Altwerden ist nichts für Feiglinge“ mit Ulli Kinalzik, Gaby Blum und Florian Battermann läutete am 19. Januar die zweite Hälfte der Theatersaison 2021/2022 in der Erkrather Stadthalle ein.

Was gibt es Schöneres, als im hohen Alter von 80 Jahren noch mal sein Glück zu finden? Witwer Hugo, der mitten in Paris wohnt, findet in Sylvie nicht nur eine neue Liebe, nein sie haben auch ein gemeinsames Hobby, Banken auszurauben. Als Pascal, sein Ziehsohn, vor der Tür steht, um für die Wohnung Eigenbedarf anzumelden, wird ihm Sylvie als Hugos neue Haushaltshilfe vorgestellt. Nach dem letzten erfolgreichen Banküberfall von Sylvie, der aufgrund von Geld Problemen notwendig war, nimmt Pascal, der zufällig, auf der Suche nach einem neuen Job, als Ermittler für die betroffene Versicherung eingestellt wurde, die Spur auf und kommt dem Bankräuberpärchen sehr nahe und löst den Fall. Letztlich gibt es ein Happy End, aber für wen?

 Pascal der seinen Vater aus Eigenbedarf aus der Wohnung treiben wollte, meldet die Täter nicht, behält das Geld und kauft das Nachbarappartement.

 Lucia Meurer von der Neanderartgroup.
Lucia Meurer von der Neanderartgroup. Foto: Timo Kremerius

Die Schauspieler versuchten ein dürftiges, blutarmes Drehbuch mit Leben zu füllen, was auch ansatzweise funktionierte, da die Zuschauer doch hin und wieder lachten oder klatschten. Allerdings war die Story tiefstes Provinztheater und dazu auch sehr anspruchslos. Positiv war zu bewerten, dass endlich wieder Kultur in Erkrath stattfand. Das ließ viele Defizite verkraften. Allerdings, es war kein Stück, was Eindruck hinterließ und von dem man noch lange spricht.

Eine schöne Geste von Florian Battermann war die Ansprache an das Publikum: „Sehr geehrtes Publikum. Wir bedanken uns ausdrücklich bei Ihnen, dass Sie trotz der Corona Situation zu dieser Kulturveranstaltung gekommen sind. Denn würden Sie nicht mehr kommen, gäbe es bald keine Kultur mehr“.

Eine Ansprache, die beim Publikum sehr gut angekommen ist und verdienten Applaus bekam. Rund 250 Zuschauer fanden den Weg in die Erkrather Stadthalle. Angesichts der Coronazahlen ist es vielleicht auch gut so, damit man sich bei weniger Publikum und trotz aller Vorkehrungen doch einigermaßen sicher fühlt.

Es war der Qualität des Stückes geschuldet, wir sprechen lediglich von der flachen Geschichte, nicht vom Bemühen der Schauspieler, dass doch einige Zuschauer zur Pause gegangen sind. Trotzdem bekamen die Schauspieler am Ende des Stückes ihren wohlverdienten Applaus, wenn auch nicht überschwänglich.

Das nächste Theaterangebot: Der Kabarettabend mit Ingolf Lück am 4. Februar fällt pandemiebedingt aus. Am 9. Februar veranstaltet das Kulturamt die romantische Komödie „Nathalie küsst“. Die Abteilung Kultur der Stadt verschickt die Karten auch kostenfrei nach Hause. Weitere Infos unter Telefon 0211/240740 09.

  • Szenenfoto „Die Kehrseite der Medaille“.
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  • John und Stanley.
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  • Nachlese : 25 km/h – In der Stadthalle Erkrath wird gerast

 Künstlerin für die ‚QuickArt‘, ein fester Bestandteil der Erkrather Theater- und Kabarettveranstaltungen, war am Mittwoch Lucia Meurer, die extra aus Bonn angereist war. Ihre präsentierten Bilder und Kunstexponate fanden doch regen Zuspruch und wurden von vielen Besuchern in Augenschein genommen. Es ist für die Künstler immer ein gutes Gefühl, wenn ihre Kunst regen Zuspruch finden, wie bei den Theater- oder Kabarettveranstaltungen. Dieses Mal gab es keine NEANDERARTgroup Aktie für die Schauspieler, da diese nur bei Kabarettveranstaltungen vergeben werden.