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Sukzessive Schulöffnung: Wie geht es in den Gymnasien weiter?

Sukzessive Schulöffnung : Wie geht es in den Gymnasien weiter?

Die Vorbereitungen der beiden Erkrather Gymnasien auf die sukzessive Wiederaufnahme des Schulbetriebes laufen seit Anfang der Woche auf Hochtouren. In den vergangenen Wochen der absoluten Schulschließung im Rahmen der Corona-Pandemie fand der Unterricht in den Schulen auf digitalem Wege statt (wir berichteten).

Das GymNeander ist im ständigen Austausch mit dem Schulträger, um sich auf den Start am morgigen Donnerstag vorzubereiten. Die angehenden Abiturienten, deren Prüfungen auf den 12. Mai verlegt werden mussten, haben nun zwei Möglichkeiten, wie sie in den nächsten Wochen mit ihren Lehrern in Kontakt bleiben können und wichtige Fragen zu ihren Abiturfächern klären können. „Zum einen bieten wir so genannte Digital-Konferenzen per Telefon oder Video an“, erklärt uns Hans Gruttmann, Schulleiter des GymNeander. Das sieht dann in der Praxis so aus, dass die Schüler eines jeweiligen Abiturfaches sich an bestimmten Tagen zu bestimmten Zeiten digital „zusammen setzen“. Alternativ besteht natürlich auch weiterhin die Möglichkeit, eigene Frage auch mit dem Lehrer direkt über Telefon oder Mail zu klären. „Wichtig ist, dass wir unseren Schülern weiterhin Struktur geben und sie bestmöglich in diesen schwierigen Zeiten betreuen. Alternativ wird das Gymnasium auch die Möglichkeit anbieten, dass einzelne Schülergruppen sich mit ihrem Lehrer in der Schule treffen können und sich dort auf die Abiturprüfungen vorbereiten. „Das geschieht ebenfalls in Absprache mit den Lehrern und wird beispielsweise je nach Gruppengröße in der Mensa stattfinden, um den entsprechenden Sicherheitsabstand von 1,5 bis 2 Meter zu wahren.“ Beide Angebote sind freiwillig für die Schüler. Wer sich lieber von Zuhause aus auf die Prüfungen vorbereiten möchte, muss sich allerdings in der Schule entsprechend abmelden. Ab dem 4. Mai geht es dann voraussichtlich mit dem Wiedereinstieg der Elferklassen weiter. „Hier sind wir aber noch in Kommunikation mit dem Schulträger, welche Vorkehrungen wir treffen müssen“, so Gruttmann. Alle anderen Klassen werden weiterhin auf digitalem Wege unterrichtet. Das läuft am GymNeander bisher auch gut. „Wir haben in der vergangenen Woche zur Qualitätssicherung eine Umfrage unter der Elternschaft gestartet und werden diese nun auswerten und schauen, wo noch Verbesserungsbedarf ist.“ Christoph Krügermann, Schulleiter des Gymnasiums Hochdahls, schreibt auf der Webseite seiner Schule, dass bis einschließlich 3. Mai kein regulärer Unterricht in der Schule stattfinden wird. Auch das Gymnasium in Hochdahl ist in den letzten Wochen den Weg des digitalen „Home schooling“ gegangen (wir berichteten). „Für alle Jahrgangsstufen greifen wir seit Montag einerseits auf Bewährtes aus der Zeit der Schulschließung vor den Osterferien zurück, andererseits werden wir aufgrund der Rückmeldungen aus der Schüler- beziehungsweise Elternschaft Verbesserungen vornehmen“, so Krügermann in einem Schreiben an Eltern und Schüler. Alle Klassen- und Beratungslehrer rufen die Schüler ihrer Klassen einmal pro Woche an, um einen persönlichen Kontakt zu ermöglichen und bei Rückfragen schneller und besser helfen zu können. Darüber hinaus ist es natürlich weiterhin möglich, alle Lehrer per E-Mail zu kontaktieren.  “Wir halten Schüler wie Eltern über die bereits bekannten digitalen Kanäle auf dem Laufenden und melden uns spätestens am 30. April mit Informationen, wie es ab dem 4. Mai weitergeht“, so Krügermann abschließend.

(nic)