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Nachruf: Trauer um Rudolf Unger

Nachruf : Trauer um Rudolf Unger

Erkrath trauert um Rudolf Unger - letzter ehrenamtlicher Bürgermeister dieser Stadt. Er starb am 19. Juni 2021 im Alter von 88 Jahren.

Er prägte in den Jahren zwischen 1964 bis 1999 als gewähltes Mitglied des Gemeinde- beziehungsweise Stadtrates das kommunalpolitische Geschehen in Erkrath. Der Vater von vier Kindern stammt gebürtig aus Maßlisch-Hammer (Kreis Trebnitz/Niederschlesien) und siedelte 1961 mit seiner Familie nach Hochdahl über. Seine kommunalpolitische Laufbahn begann mit dem Eintritt in die SPD 1962, wo er Mitbegründer der Juso-AG des Ortsvereins wurde, deren Vorsitz er von 1962 bis 1964 innehatte. Während seiner langjährigen politischen Laufbahn war er in nahezu allen Ausschüssen als Vorsitzender, Mitglied oder Vertreter tätig und verschaffte sich so einen breiten Einblick in alle kommunalpolitischen Tätigkeitsfelder. In seinem Wirken als erster stellvertretender Bürgermeister (1984 bis 1989), sowie als ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Erkrath (1989 bis 1999) überzeugte er durch seine humorvolle und bürgernahe Art. Besonders engagiert trat er für die Belange der damaligen Patengemeinde Port-de-Paix in Haiti ein und sorgte durch das Ausschenken von fair gehandelten Kaffee bei den Ratssitzungen für einen Beitrag zur Förderung entwicklungspolitischen Maßnahmen. Neben seinen kommunalpolitischen Tätigkeiten war Rudolf Unger in zahlreichen anderen Ehrenämtern aktiv:

- Vorstandsmitglied der Allgemeinen Wohnungsbaugenossenschaft des Amtes Gruiten

- Mitglied der Arbeiterwohlfahrt, zeitweise unter anderem als Vorsitzender

- Mitglied des Aufsichtsrates der Stadtwerke Erkrath

- Aufsichtsrat der Entwicklungsgesellschaft Hochdahl

- Mitglied der Verbandsversammlung Zweckverband Unterbacher See

- Mitglied im Kreisvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (Kreis Mettmann)

- Mitbegründer der DLRG, Ortsgruppe Hochdahl

- Mitbegründer des Sportabezeichen-Treffs Hochdahl

- Gründungsmitglied im Förderverein der Jugendaktion Fort Douaumont.

Für seine kommunalpolitischen und ehrenamtlichen Tätigkeiten wurden Rudolf Unger zahlreiche Auszeichnungen sowie Ehrungen zuteil:

Er erhielt unter anderem am 30. Juni 1992 das Verdienstkreuz am Bande, am 18. August 1999 die Dr. Johann Christian Eberle-Medaille des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes, am 16. Dezember 1999 den Ehrenring der Stadt Erkrath und am 1. Juni 2000 das Verdienstkreuz 1. Klasse.

(nic)