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Kunstaktion von PRIMA Neanderthal!: Kunstaktion gegen das Vergessen: Gold statt Braun

Kunstaktion von PRIMA Neanderthal! : Kunstaktion gegen das Vergessen: Gold statt Braun

Am 14. Mai 1945 kamen an der „Gans“ 7 Erkrather Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren bei einer Blindgängerexplosion um, weil sie unbeaufsichtigt mit liegengelassenen Granaten spielten. Dieses Ereignis jährt sich heute zum 75. Mal.

Der Heimatverein Ercroder Jonges regte zum Gedächtnis die Aufstellung eines Denkmales in Form eines Obelisken an der Stelle des Geschehens an. Der Obelisk als Baukörper aus dem Alten Ägypten symbolisiert die steingewordenen Strahlen des Sonnengottes und ist die Verbindung zwischen der hiesigen und der Götterwelt. Ihre Spitzen waren vergoldet. Volker Rapp von PRIMA Neanderthal! hat kürzlich den besagten Obelisk in einer 72-Stündigen Kunstaktion mit Folie vergoldet. Mit dem Vorsitzenden der Ercroder Jonges, Jörg Albert, ist diese Aktion abgesprochen. „Er half uns schon bei der Realisierung des QR-Codes für Erkrath, in dem er uns einen Hubwagen zur Verfügung stellte“, so Rapp. „Seit Jahren möchten wir mit unseren „Gold“ Aktionen alltägliche Dinge durch die Verhüllung wieder für kurze Zeit in den Fokus rücken, wie nun jüngst bei diesem Mahnmal. Das Motto der Aktion lautet ‚Gold satt Braun’.“ Am 8. Mai jährte sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal. Die Aktion „Gold statt Braun“ ist initiiert worden von den „Den Vielen“, ein Zusammenschluss von Kreativen in Deutschland, Österreich, die in über 35 Stätten „Glänzende Aktionstage zum 
75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und zum Europatag“ durchführen. Diese Vereinigung setzt sich für die Freiheit der Kunst ein, im „Dritten Reich“ gab es den Begriff „Entartete Kunst“. „Wir sind über die „Ständige Kulturvertretung Erfurt“ gebeten worden, uns mit zu beteiligen“, so Volker Rapp abschließend.