1. Die Stadt

Maßnahmen zum Erhalt der Dienstfähigkeit der Feuerwehr Erkrath: Interimsrettungswache am Millrather Weg

Maßnahmen zum Erhalt der Dienstfähigkeit der Feuerwehr Erkrath : Interimsrettungswache am Millrather Weg

Zum Schutz der Dienstfähigkeit der Feuerwehr und des Rettungsdienstes in Erkrath während der Corona-Krise wird ab heute eine Interimsrettungswache am Millrather Weg 67 im Gebäude der Regenbogenschule betrieben. Vier Einsatzkräfte versehen dort ihren Dienst und besetzen in der Zeit von 7 bis 19 Uhr zwei Rettungswagen.

Weiterhin wurde das Dienstplanmodell für die hauptamtlich beschäftigten Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes von einem 3-Schicht-Modell mit rotierender Personalbesetzung auf ein 5-Schicht-Modell mit fester Personalbesetzung umgestellt. Diese Maßnahmen sind erforderlich, um bei einer etwaigen Virus-Erkrankung eines Beschäftigten der Feuerwehr eine mögliche Übertragung nur auf einen kleinen Teil der Belegschaft zu beschränken. Auch für den täglichen Dienstbetrieb im 12 und 24 Stunden-Dienst wurde ein weitreichender Maßnahmenkatalog zum Schutz der Beschäftigten erstellt. Zum Beispiel findet ein „kontaktloser Wachwechsel“ statt. Dies bedeutet, dass die aufziehende Wachabteilung die abziehende Wachabteilung nicht „zu Gesicht“ bekommt. Guido Vogt, Leiter der Feuerwehr Erkrath, möchte sich auch auf diesem Weg ganz besonders bei seinen Feuerwehrleuten und Rettungsdienstlern bedanken, die mit ganz viel Fleiß und noch mehr Engagement alles dafür tun, um die Leistungsfähigkeit und den Dienstbetrieb der Feuerwehr und des Rettungsdienstes, auch mit vielerlei Entbehrungen und Einschränkungen, aufrecht zu erhalten. „Mal eben“ eine zusätzliche Rettungswache einzurichten, hat gezeigt wie gut die „Truppe“ diese Herausforderung annimmt. Die getroffenen Maßnahmen, welche auch umfangreich für die ehrenamtlichen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Erkrath gelten, sind eine große Belastung für das Einsatzpersonal. Uns ist aber bewusst, dass zurzeit sehr viele Menschen, die im Amtsdeutsch als „Systemrelevante Berufsgruppen“ bezeichnet werden, im Augenblick einen mehr als hervorragenden Job machen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei diesen Menschen, die z.B. in der Notbetreuung auch auf unsere Kinder aufpassen, die dafür sorgen, dass wir weiterhin Lebensmittel kaufen können, die uns als Pflegerin und Pfleger im Seniorenheim noch ein Lächeln schenken, wenn wir einen Patienten dort mit dem Krankenwagen abholen, die uns aufmunternde Worte spenden, wenn wir mit dem Notarzt einen Patienten in die Notaufnahme des Krankenhauses bringen, die in der öffentlichen Verwaltung die Erhaltung unsere Leistungsfähigkeit organisieren und die in den Krisenstäben alles dafür tun, dass diese große Herausforderung am Ende gemeistert wird.