Ankommenskurse für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine Alltag für geflohene Kinder schaffen

Erkrath · Der Verein Du-Ich-Wir bietet Unterrichtsgruppen für Geflüchtete an. Mehrere Hundert Kinder und Jugendliche aus der Ukraine sind mittlerweile im Kreis Mettmann angekommen. Noch immer ist vor allem die Unterbringung der Geflüchteten ein großes Thema und stellt die Beteiligten vor enorme Herausforderungen.

 Bis zum Ende der Osterferien sollen eigene Ankommenskurse Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine einen „Hauch von Normalität“ vermitteln.

Bis zum Ende der Osterferien sollen eigene Ankommenskurse Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine einen „Hauch von Normalität“ vermitteln.

Foto: Du-Ich-Wir e.V.

Der Verein Du-Ich-Wir möchte nun so schnell wie möglich einen Alltag für die Kinder der geflohenen Familien schaffen und ihnen ein Ankommen ermöglichen.

„Unserer Ansicht nach ist es überhaupt nicht sinnvoll, die geflohenen Kinder jetzt einfach in die ohnehin von Corona gebeutelten und überfüllten Klassen zu stecken. Das bringt den ukrainischen Kindern nichts und auch für die anderen Schülerinnen du Schüler in der Klasse und die LehrerInnen ist das schwierig. Daher organisieren wir in den nächsten Wochen bis zum Ende der Osterferien eigene Ankommenskurse für die Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine. Im Rahmen dieser Kurse können wir Ihnen zumindest einen Hauch von Normalität geben“, sagt Dominik Adolphy, Geschäftsführer von Du-Ich-Wir. Für die Kurse sollen ukrainische Deutschlehrerinnen eingesetzt werden, die von Ehrenamtlichen des Vereins unterstützt werden. An fünf Tagen in der Woche und in mehreren Kursen in den Städten Erkrath, Haan, und Mettmann sollen möglichst viele geflohene Kinder erfahren, wo sie hier gelandet sind, was es Besonderes in Deutschland gibt und was den Menschen hier wichtig ist. „Natürlich möchten wir auch erste Worte auf Deutsch lehren, aber vor allem soll es darum gehen, sich hier einzufinden.“ Am Montag, den 28. März, starteten bereits vier dieser Unterrichtsgruppen, zwölf Gruppen sollen es bis zum Ende der Osterferien werden.

Bei seinen Absichten wird der Verein von allen beteiligten Städten und Schulen unterstützt. Der Rotary Club Hilden-Haan steuert zahlreiche Einheiten einer Kunsttherapie bei, sodass die Kinder nach Möglichkeit damit beginnen können, das Geschehene zu verarbeiten. Sollten Auffälligkeiten bei manchen Kindern zu bemerken sein, wird versucht, weiterführende Therapieplätze zu ermöglichen. Auch die Bürgerstiftung für Haan und Gruiten, sowie die Stiftung „It’s for Kids“ und Partnerorganisationen, wie der Freundeskreis für Flüchtlinge in Erkrath e.V. und Komma e.v. aus Hilden helfen dem Verein sehr. Dennoch ist Du-Ich-Wir vor allem für die Honorare der LehrerInnen und für Unterrichtsmaterialien auf Spenden angewiesen und bittet daher zur Ermöglichung der Kurse dringend um finanzielle Unterstützung. „Ohne Spenden von Unternehmen, weiteren Stiftungen und Privatleuten müssen wir die Kurse nach einer Woche wieder abbrechen, weil uns die Mittel fehlen“, sagt Dominik Adolphy. Wer die Ankommenskurse für die ukrainischen Kinder ermöglichen möchte, kann gerne mit dem Betreff ‚Ankommenskurse‘ an das Vereinskonto bei der deutschen Skatbank (Raiffeisenbank) spenden und bei Angabe der persönlichen Kontaktdaten natürlich auch eine Spendenbescheinigung erhalten.

Die IBAN des Kontos lautet: DE45 8306 5408 0004 8906 55. Ihre Spende kommt zu 100 Prozent dem genannten Zweck zugute. Auf Anfrage können größere SpenderInnen natürlich (beispielsweise Unternehmen) veröffentlicht werden.

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