Nachlese Ein Schlückchen Zaubertrank

Kreis · Es war bunt, es war laut und die halbe Stadt war auf den Beinen. Einmal mehr liefert der FKK Mettmann mit dem Umzug ein tolles Karnevalsspektakel ab.

Der Vorstand des Festkomitees Karneval (FKK) in Gallier-Kostümen und ausgelassener Partylaune, von links: Matthias Röhr, Andre Clasen und Jens-Christian Holtgreve.

Foto: D. Herrmann

Schon eine halbe Stunde vor Beginn des Umzuges rührte Miraculix alias Rudi Barth im Kessel den Zaubertrank an und selbst Obelix alias Jens-Christian Holtgreve durfte sich einen kleinen Schluck genehmigen. Der Comicfigur ist dies eigentlich strengstens verboten. „War natürlich eine Ausnahme“, sagt der Vorsitzende des Festkomitees Karneval (FKK) mit einem Lächeln.

Womöglich hat das Gebräu ja seinen Teil dazu beigetragen, dass die Stimmung während des Zuges einmal mehr kaum hätte besser sein können. Und das trotz bescheidener Wetterverhältnisse. „Es war ein friedliches, fröhliches Fest mit wirklich toller Beteiligung“, konstatiert Jens-Christian Holtgreve.

In der Tat: Bei eisigen Temperaturen hatten sich tausende Narren auf den Weg gemacht, um den Zug zu feiern und Kamelle zu sammeln. Besonders erfreulich für den FKK: Während der Karnevalstage wurden viele neue Vereinsmitglieder hinzugewonnen. „Natürlich hoffen wir, dass sich dieser Trend fortsetzt“, so Jens-Christian Holtgreve. Die Mitgliedschaft sei mittlerweile ganz unkompliziert über die Homepage des FKK zu beantragen. Auch aus Sicht der Ordnungsbehörden verlief die Veranstaltung zur Zufriedenheit. In der Zeit von 8 bis 15 Uhr waren fünf Mitarbeitende der Verkehrsüberwachung entlang der Zugstrecke im Einsatz, um die eingerichteten Haltverbote durchzusetzen und so einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. Dabei wurden 19 Verwarnungen ausgesprochen. In allen Fällen konnten die Fahrzeughalter erreicht und ihre Fahrzeuge rechtzeitig umgesetzt werden. Lediglich ein Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Zwischen 11 und 17.30 Uhr waren zudem neun Mitarbeitende aus Einsatzleitung, Kommunalem Ordnungsdienst und Innendienst vor Ort, um die Einhaltung der Sicherheitsauflagen, des Jugendschutzes sowie der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten. Hierbei wurden sechs Verstöße gegen den Jugendschutz festgestellt, während in 21 Fällen keine Beanstandungen vorlagen. Drei Kinder im Alter von drei und zweimal sechs Jahren, die ohne Begleitung unterwegs waren, konnten wohlbehalten ihren Erziehungsberechtigten zugeführt werden. Darüber hinaus kam es zu vier Fällen von Wildpinkeln, einer geschlichteten Streitigkeit sowie zwei Belehrungen nach dem Konsumcannabisgesetz.

(dir)