Vom Bogenbau bis zum Selbstportrait Aktionstage im Neanderthal Museum für Kinder und ihre Begleitpersonen

Kreis · Am kommenden Wochenende (7. und 8. Februar) bietet das Neanderthal Museum besondere Kreativprogramme für Kinder an.

Foto: Neanderthal Museum

Am Samstag können Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren gemeinsam mit ihren Begleitpersonen einen Bogen nach jungsteinzeitlichem Vorbild bauen, eine Bogensehne drehen und zwei Pfeile anfertigen. Welche Handgriffe für die Herstellung notwendig sind, wie man mit Pfeil und Bogen umgeht und welche Geschichte diese steinzeitlichen Werkzeuge haben, erläutert der Prähistoriker Dr. Johann Tinnes. Er baut seit vielen Jahren Bögen, Pfeile und Zubehör nach archäologischen und völkerkundlichen Vorbildern und hat bereits für zahlreiche Museen im In- und Ausland Repliken angefertigt. Die Teilnahme kostet 100 Euro pro Kind. Ab einer Körpergröße des Kindes von 160 Zentimeter fällt ein Aufpreis von 25 Euro an. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Die notwendigen Materialien und Werkzeuge für den Bogenbau werden gestellt. Für die Bögen wird in der Regel Hickoryholz verwendet, für die Pfeile Kiefer oder Zeder (je nach Verfügbarkeit). Auf Wunsch und gegen Aufpreis können auch andere Holzarten genutzt werden. Anmeldungen bitte direkt an Dr. Johann Tinnes unter: j.tinnes.pre-rec@arcor.de. Er steht auch für Rückfragen zu diesem Workshop gerne zur Verfügung.

Wir Menschen im Mittelpunkt

Was macht ein Gesicht einzigartig? Antworten auf diese Frage kann das Museumspublikum am Sonntag, 8. Februar persönlich erleben. Bei der Mitmach-Aktion „Gestaltet euer Porträt“ sammeln die Teilnehmenden erste Erfahrungen in der Erstellung eines Selbstbildnisses. Durch das Mischen von Acrylfarben und gezielte Pinselstriche setzen sich die Malenden mit individuellen Merkmalen wie Farbtönen und Gesichtszügen auseinander. Ob dabei ein realistisches Erscheinungsbild entsteht oder der eigene Charakter abstrakt eingefangen wird, bleibt den Teilnehmenden überlassen. Das fertige Kunstwerk kann entweder mit nach Hause genommen oder Teil eines großen Gemeinschaftskunstwerks werden.

Die einzelnen Bilder wachsen im Eingangsbereich der Sonderausstellung „Zwei Millionen Jahre Migration“ zu einer gemeinschaftlichen Darstellung zusammen, die die große Vielfalt des Museumspublikums sichtbar macht. Die Idee ist inspiriert vom internationalen Kunstprojekt „Humanae“, das in der Sonderausstellung „Zwei Millionen Jahre Migration“ zu sehen ist. Darin feiert die Künstlerin Angélica Dass die Vielfalt menschlicher Hauttöne und regt zum Nachdenken über Identität, Migration und Zusammenleben an.

Die Aktion findet im Sonderausstellungsbereich statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, es ist lediglich der Museumseintritt erforderlich. Weitere Information unter www.neanderthal.de unter der Rubrik „Führungen und Veranstaltungen“.

Interaktive Familienführungen durch die Steinzeit

Am Sonntag finden außerdem zwischen 11.20 bis 12.20 sowie 14 bis 15 Uhr Führungen für Kinder und ihre Begleitpersonen statt. Gemeinsam geht es zurück in die Zeit der Neanderthaler-Menschen: Wie lebten, jagten und sammelten sie in der Eiszeit? Welche Werkzeuge nutzten sie, was aßen sie gerne und welche Kleidung trugen sie? Mit Hands-on-Objekten erkunden die Teilnehmenden die Antworten auf diese Fragen.

Weitere Information unter www.neanderthal.de unter der Rubrik „Führungen und Veranstaltungen“.