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Spendenlauf für eine Kletterwand

Spendenlauf für eine Kletterwand

Für den Evangelischen Kindergartens Alt-Erkrath war es der erste Spendenlauf, der mit einem grandiosen Ergebnis zu Ende ging. Die evangelische Kita in der Bavierstraße wünscht sich eine richtige Kletterwand.

Horizontal gibt es bereits eine kleine, aber die möchte man für die Kinder vertikal ausbauen und oben eine kleine Plattform installieren. Sie soll das Ziel sein, für das sich das Hochklettern lohnt. Das kostet natürlich Geld. Geld das der Kita aktuell nicht zur Verfügung steht.

(RG) Carly Puschmann, erste Vorsitzende des Kindergarten Alt-Erkrath e. V., brachte schließlich eine Idee ein. Eine Arbeitskollegin hatte ihr von einem Spendenlauf erzählt, der in der Kita ihrer Kinder durchgeführt wurde. Die Erfahrungen damit waren sehr gut. Das wollte Carly Puschmann auch versuchen. "Ich war zuerst skeptisch." gibt Kitaleiterin Martina Hösterey zu. Wirklich verlieren konnte dabei aber niemand. Für die Kinder sind Bewegung und Gesundheitserziehung ein Teil des Kita-Alltags, der allen Spaß macht. Ein Brief informierte alle Eltern über das Vorhaben und die geplante Verwendung der so eingenommenen Spenden. Nach einer kurzen Wanderung von der Bavierstraße zum Sportplatz an der Bachstraße sollten die Kinder mindesten zwei Runden um den Platz laufen. Je Teilnehmer und Runde sollten Spenden erzielt werden. Die Rückmeldungen der Eltern, die wiederum selbst noch nach möglichen Sponsoren suchten, waren gut. Auch Firmen meldeten sich als Sponsoren.

Am Tag des Spendenlaufs auf dem Sportplatz angekommen, warteten schon Eltern, die sich bereit erklärt hatten, den Spendenlauf mit zu organisieren. Kita-Fähnchen markierten den Start- und Zielbereich, Streckenposten platzierten sich rund um die Laufbahn und im Zielbereich warteten Eltern, die nach jeder gelaufenen Runde die Laufkarten abstempelten. Auch ein Versorgungsbereich mit Getränken war eingerichtet.

Nach einer kurzen Einweisung liefen die Kinder zur ersten Runde los. Im Zielbereich mussten sie noch gestoppt werden, weil viele sonst einfach ohne den notwendigen Rundenstempel weitergelaufen wären. Die Streckenposten hatten alle Hände voll zu tun. Vor allem mit Jacken, weil den Kindern beim Laufen warm wurde. Aber auch die offenen Schnürsenkel hielten sie auf Trab.

Zwei Runden waren längst geschafft, aber die Kinder liefen und liefen und liefen. Selbst die allerjüngste Teilnehmerin zeigte kaum Ermüdungserscheinungen, wie auf unserem Artikelfoto zu sehen ist. Im Start- und Zielbereich ist von einer kleinen Teilnehmerin zu hören "Das ist schon meine neunte Runde. Wie viele hast Du schon geschafft?" Zu diesem Zeitpunkt zeigte der Spendenlauf bei den Kindern immer noch keine großen Ermüdungserscheinungen. Im Gegenteil: Der ein oder andere Läufer wurde beim Rückwärtslaufen ertappt, weil es vorwärts langweilig wurde.

Als die Kassenwartin des Vereins die gelaufenen Runden addierte, traute sie ihren Augen kaum. Ganze 3.500 Euro Sponsorengelder kamen durch die gelaufenen Runden zusammen. Die Kinder dürfen sich freuen. Die Kletterwand wird kommen. Fit genug sie bis auf die Plattform zu erobern sind sie allemal. Selbst die Allerjüngsten.