Letzte Stadtteilkonferenz in Alt- Erkrath

Erkrath · In der Stadthalle Alt Erkrath fand am vergangenen Dienstag die vorerst letzte Stadtteilkonferenz für dieses Jahr statt. Bereits im Vorfeld lud Bürgermeister Christoph Schultz Bürgerinnen und Bürger in der jeweiligen Stadtteile (Hochdahl und Unterfeldhaus) zu separate Treffen ein.

 In der Stadthalle Alt Erkrath fand, initiiert durch Bürgermeister Christoph Schultz, die letzte von drei Stadtteilkonferenzen statt.

In der Stadthalle Alt Erkrath fand, initiiert durch Bürgermeister Christoph Schultz, die letzte von drei Stadtteilkonferenzen statt.

Foto: TB

"Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden. Für die ersten Stadtteilkonferenzen waren wirklich zahlreiche Interessierte anwesend", so Christian Knippschild, Pressesprecher der Stadt Erkrath. Wie bereits in den beiden Stadtteilen zuvor, verschaffte Schultz den anwesenden Zuhörern einen Querschnitt der aktuellen Stadtgeschehnisse. So durften sich die Bürger ein Bild über die aktuell (miserable) Haushaltsituation verschaffen oder erfahren, dass Erkrath in diesem Jahr den Titel Fair Trade Stadt erhalten hat. Auch die aktuellen Flüchtlingszahlen (668 Flüchtlinge, 150 anerkannte Asylbewerber) wurden von Schultz genannt.

Schullandschaft und KiTaplatzprobleme riss der Bürgermeister in seiner gut 30 minütigen Ansprache ebenfalls an. Im Anschluss kamen die rund 50 anwesenden Bürger selbst zu Wort. Von großem Interesse für die Bürgerschaft: Die Bahnstraße. "Die Entwicklung ist eher negativ zu betrachten. Auch der Spielwarenladen hat nun geschlossen", so Bürgermeister Schultz. "Ich überlege ernsthaft, aus vorhandenen Ladenlokalen notwendigen Wohnraum zu schaffen." Eine Idee, die besonders bei Detlef Ehlert (SPD) nicht gut ankam. "Das ist baurechtlich schon überhaupt nicht realisierbar." Auch Schultz Vorschlag, die Bahnstraße in eine Einbahnstraße und somit für den Durchgangverkehr zu öffnen, sieht Ehlert kritisch. "Das haben wir bereits vor Jahren durchgeplant. Die vorhandenen Fahrzeuge, die auf der Bahnstraße nach Parkräumen suchen oder durchfahren, würden den wenigen Fußgängerbetrieb nur noch mehr verschrecken. Ein Ende für die Bahnstraße."

Einig waren sich alle Anwesenden, dass die lokale Kaufkraft mehr gefördert werden müsse. "Es bringt nicht, sich vor der Tür beraten zu lassen und die Produkte im Internet zu bestellen", so ein Bürger. Als positives Beispiel wurde der Hochdahler Markt benannt. Die Idee, den Wochenmarkt freitags länger laufen zu lassen, äußerte Andreas Bleichert (SKFM Frühe Hilfen). "Somit könnte man auch berufstätige Familien in die Stadt locken." Weiteres Ärgernis der Anwesenden war die immer stärker werdende Verschmutzung durch Hundekot. "Da müssen dringend höhere Strafen gefordert werden", verlangt Sebastian Heß. Ein Vorschlag, der einstimmigen Zuspruch fand. Mit einem geplanten Bußgeldkatalog in Postkartenform soll demnächst das Ordnungsamt ausgestattet werden. "Der Katalog wird zudem in naher Zukunft angepasst", so Christoph Schultz.

Andrea Bleichert von den SKFM Frühen Hilfen wendet sich mit einem ganz besonderen Anliegen an Christoph Schultz. "Durch die Haushaltssperre wurde den Vereinen zehn Prozent der zugesagten Gelder gestrichen. Für mich ein falsches Signal. Die Vereinsarbeit besteht zu Großteilen aus Ehrenamtlern", so Bleichert. Ein Argument, das Schultz durchaus nachvollziehen konnte. "Trotzdem verstehe ich auch den Kämmerer, der diese Änderung beauftragt hat. Mit dieser Kürzung kommt die Haushaltssperre auch gefühlt bei den Bürgern an. Ich hoffe trotzdem, dass sich der Prozentsatz in Zukunft nach einer Neuberechnung wieder senkt."

Info: Die Stadt Erkrath möchte die Stadtteilkonferenzen in Zukunft jährlich wiederholen um über die Interessen, Belange und Sorgen der Bürger in den einzelnen Stadtteilen zu sprechen.