An dem gemeinsamen Erinnerungsrundgang beteiligten sich Bürgermeister Christoph Schultz mit seinen Stellvertreterinnen Annette Kirchhoff und Lena Hemp, die stellvertretende Landrätin Martina Köster, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik sowie zahlreiche Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen aus Alt-Erkrath und Hochdahl.
An insgesamt sechs Standorten im Stadtgebiet – fünf in Alt-Erkrath sowie einem in Hochdahl – wurden die in den Boden eingelassenen Messingsteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig gereinigt, Blumen niedergelegt und in Ansprachen der Ermordeten gedacht. Die Stolpersteine erinnern in Erkrath an die Jüdin Bertha Mayer, die 1944 im Alter von 77 Jahren im Konzentrationslager Theresienstadt ermordet wurde, an die Kommunisten Otto Lukat, Peter Hupertz und Emil Schmidt, die 1934 unter einem Vorwand verhaftet, misshandelt und später in einem Düsseldorfer Gefängnis hingerichtet wurden, sowie an den polnischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter Tomasz Brzostowicz, der von den Nationalsozialisten wegen einer mutmaßlichen Beziehung zu einer Deutschen öffentlich ermordet wurde.
Ein weiterer Stolperstein vor dem ehemaligen Sankt-Josefs-Kloster in Alt-Erkrath erinnert an die unbekannte Zahl alter und behinderter Frauen, die 1941 im Rahmen der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen aus dem Pflegeheim deportiert und anschließend in ganz Deutschland systematisch ermordet wurden. Bürgermeister Christoph Schultz betonte im Rahmen des Rundgangs: „Die Stolpersteine begegnen uns im Alltag, auf dem Weg zur Schule, zur Arbeit oder beim Einkaufen. Gerade an einem Tag wie heute wird sichtbar, wie wichtig es ist, dass wir die Erinnerung an die Opfer lebendig halten und uns gemeinsam dafür einsetzen, dass sich solche Verbrechen nicht wiederholen.“
Die Reinigung der Stolpersteine findet in Erkrath seit mehreren Jahren jährlich statt und ist Teil des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Weitere Informationen zu den
Stolpersteinen in Erkrath sind unter www.erkrath.de/stolpersteine zu finden.