Erkrath beteiligt sich an bundesweitem Aktionstag „Kommunen am Limit“ – In Erkrath ist es kurz vor Zwölf

Erkrath · Um eine gemeinsame Botschaft zu senden und auf die angespannte Finanzlage der Kommunen aufmerksam zu machen, haben die drei kommunalen Spitzenverbände – Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag sowie der Deutsche Städte- und Gemeindebund – alle Städte, Landkreise und Gemeinden zum bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“ aufgerufen.

Erkrath beteiligte sich am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“, der drei kommunalen Spitzenverbände – Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag sowie der Deutsche Städte- und Gemeindebund – um auf die angespannte Finanzlage der Kommunen aufmerksam zu machen.

Foto: Stadt Erkrath

Die Stadt Erkrath beteiligt sich an der Aktion und setzt nicht nur mit eigenen Statements auf Social Media, sondern auch zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern des Stadtrats ein sichtbares Zeichen lokaler Betroffenheit, um Bund und Länder zum Handeln zu animieren. „In den letzten Jahren haben sich immer wieder neue Rekordschulden angehäuft, die uns alle belasten. Das Problem dabei sind vor allem die steigenden Zinsen. Doch

dies liegt nicht daran, dass wir Kindergärten bauen und Schulen sanieren, sondern daran, dass Bund und Länder uns ohne auskömmliche Finanzierung weitere Pflichtaufgaben zuweisen. Hierdurch müssen wir Aufgaben erledigen und auch bezahlen, die wir uns nicht ausgesucht haben. Für freiwilligen Aufgaben und

Leistungen sowie den laufenden Verwaltungsbetrieb bleibt dagegen immer weniger Geld“, erklärt Bürgermeister Christoph Schultz.

Laut Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände leisten die Kommunen mehr als ein Viertel der staatlichen Ausgaben, erhalten aber nur ein Siebtel der staatlichen Einnahmen.

„Damit diese Spirale sich nicht weiterdreht und wir nicht liebgewonnene Einrichtungen in der Stadt schließen oder Öffnungszeiten kürzen müssen, muss der Bund jetzt handeln und strukturelle Reformen umsetzen“, so Schultz weiter. Die finanziell angespannte Lage ist nicht nur in Erkrath, sondern deutschlandweit

ein Problem und in der öffentlichen Daseinsvorsorge spürbar wie zum Beispiel bei Kultur- und Sportangeboten, in der Jugend- und Sozialarbeit, in den Stadtbüchereien, im ÖPNV, auf den Straßen sowie bei vielen weiteren Angeboten.

Allein im vergangenen Jahr mussten die Kommunen ein Finanzierungsdefizit von mehr als 30 Milliarden Euro verkraften. Mit dem Aktionstag setzen sich Städte, Landkreise und Gemeinden bundesweit gemeinsam dafür ein, dass Bund und

Länder die kommunale Finanzlage wieder in den Griff kriegen. Weitere

Informationen unter www.kommunenamlimit.de.