Aufatmen: Bombe in Unterfeldhaus entschärft

Aufatmen: Bombe in Unterfeldhaus entschärft

(nigo) Bei Baggerarbeiten an einem Regenrückhaltbecken an der Theodor-Fontane-Straße ist am Dienstag gegen 12.47 Uhr eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.

Gezielt sei dort vor Beginn der Arbeiten nach Bomben gesucht worden, teilte die Feuerwehr mit.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften rückte daraufhin an, schlug auf einem Parkplatz am Neuenhausplatz ein Hauptquartier auf. Alleine von Seiten der Feuerwehr waren 70 Einsatzkräfte vor Ort.

Und es wartete viel Arbeit auf die Männer und Frauen — 1400 Menschen mussten in einem Radius von 300 Meter rund um die Fundstelle evakuiert werden. Ordnungsamt und Polizei mussten deswegen von Haus zu Haus gehen, die Bürger informieren und letztendlich auch kontrollieren, ob alle ihre Wohnungen verlassen haben. Das dauerte länger als erwartet, denn vereinzelt weigerten sich Anwohner vehement, ihre Häuser zu verlassen. Ein Ehepaar musste nach Angaben der der Feuerwehr sogar mit Polizeigewalt aus deren Wohnung geholt werden.

Viele der Unterfeldhausener konnten bei Freunden und Verwandten unterkommen. Wem eine solche Möglichkeit verwehrt blieb, wurde zur Regenbogenschule an der Feldheider Straße gebracht und dort von Deutschen Roten Kreuz betreut. Rund 500 Menschen hätten dort Unterkunft finden können — "so viele kommen jedoch nie", sagt Pressesprecher Christian Schildknecht. Und tatsächlich mussten nur 120 Personen dort betreut werden. Lebensmittel wurden dort angeliefert, sogar Nachtlager für den Notfall aufgebaut.

Doch der trat zum Glück aller Beteiligten nicht ein. Gegen 19 Uhr war die gesamte Umgebung evakuiert und das Entschärfungs-Team der Bezirksregierung Düsseldorf konnte mit der Arbeit begonnen. Nach 25 war dann alles vorüber — und Reinhard Dohmen und Michael Hilgers hielten die zwei Zünder der Bombe in den Händen. Keine große Sache sei die eigentliche Entschärfung dann gewesen, sagt Dohmen: "Das war keine spezielle Bombe sondern das Standardmodell", sagt er. Die Gefahr an sich sei die ganze Zeit über minimal gewesen.

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