Nachlese aus dem Theater Anderswo „Es lebe das Leben“

Hochdahl · Vergangenes Wochenende überraschte das Theater Anderswo mit zwei Darbietungen an einem Abend, dem Theaterstück „Hommage an Frida Kahlo“ (Autorin / Inszenierung: Beate Sarrazin) und einer kleinen musikalischen Performance der Band „Wind“.

Beate Sarrazin und das Trio Wind: Sebastian Konietzki, Beate Sarrazin, Marion Schüller und Carsten Kaulbars (v.li.).

Beate Sarrazin und das Trio Wind: Sebastian Konietzki, Beate Sarrazin, Marion Schüller und Carsten Kaulbars (v.li.).

Foto: Theater Anderswo

In dem Theaterstück geschieht die Annäherung an Frida Kahlo auf eine ganz besondere Weise. Viola Ferraris möchte den Alltagszwängen entfliehen und träumt von einem anderen Leben, frei nach dem Motto aus einem Lied von Wolf Biermann: „Das kann doch nicht alles gewesen sein...“ Beate Sarrazin spielte die Rolle der Viola Ferraris mit viel Humor, was die Zuschauer immer wieder zum Lachen brachte. „Die humoristischen Einlagen waren fantastisch!“ (Zuschauerkommentar) Anlässlich eines Kostümfestes im Tanzhaus Düsseldorf geschieht eine schrittweise Annäherung an Frida Kahlo und schließlich eine Verwandlung, Viola wird zu Frida. Entscheidende Facetten aus Fridas Leben werden in ergreifender Weise lebendig, als Beate Sarrazin (hier: Viola) in die Rolle der Frida Kahlo schlüpft: Die Liebe (Hör nicht auf, Durst zu machen dem Baum, dessen Sonne Du bist! Diego ist der Name der Liebe...), der große körperliche Schmerz (Baum der Hoffnung, bleibe standhaft!), die Malerei (So bleibt uns als einzige Hoffnung nur noch die Malerei!), das politische Engagement im Rahmen der zapatistischen Bewegung im mexikanischen Bürgerkrieg. (Für Landreform und Kommunismus, und für die Menschlichkeit). „Es lebe das Leben“ war ein Leitmotiv von Frida Kahlo, und am Ende, nach der Rückverwandlung, ist dieses Motto auch ein Licht am Horizont für Viola Ferraris. Die Zuschauer waren begeistert von Beate Sarrazins Stück und sichtlich ergriffen. „Eine einmalige und außergewöhnliche Annäherung an Frida, die mich zu Tränen gerührt hat“, so ein Kommentar aus dem Publikum und ein weiterer: „Ein wundervoller berührender Abend und ein tiefer Blick in die Seele von Frida Kahlo und Viola Ferraris.“ Den zweiten Teil des Abends gestaltete die Band „Wind“ mit einer kleinen musikalischen Performance. Zu dem Trio gehören: Carsten Kaulbars (Gitarrist), Sebastian Konietzki (Gitarrist und Komponist) und Marion Schüller (Schauspielerin, Sängerin und Texterin). Mit ihren aus freien musikalischen Improvisationen entstandenen Miniaturstücken entfachten sie ein buntes Spektrum der unterschiedlichsten Gefühle. Lebens- und Alltagssituationen, in denen sich die Zuschauer wieder erkennen können, wurden in satirischer Weise präsentiert, musikalisch untermalt und auf die Spitze getrieben. Die Musik enthielt viele Elemente des Jazz und auch der Klassik, und das hohe musikalische Können und die vielen überraschenden Wendepunkte hatten eine elektrisierende Wirkung, die die Zuschauer genossen. Und am Ende noch eine gute Nachricht: Am Samstag den 21. September, 19 Uhr, feiert das Theater Anderswo ) sein fünfzehnjähriges Bestehen. Gespielt wird das Stück: „Aduna Refetna – Das Leben ist schön“. Eine Reise ins Ungewisse... Autorin / Inszenierung: Beate Sarrazin. - Mit Überraschungsgästen!!! - Weitere Infos: www.beatesarrazin.de. Anmeldung und weitere Infos unter Telefon 0178/7867782.